Hallo Pierre!
Ich stehe vor einer wichtigen Entscheidung in meinem Leben. Es ist für mich eine persönlich wichtige Frage, zu der Du als erfahrener Trader ggf. Deine Einschätzung abgeben könntest (Hinweis: ich werde natürlich keinen, außer ausschließlich mich selbst, für die endgültige Entscheidung “verantwortlich” machen):
Würdest Du den Beruf Trader starten, wenn folgende Bedingungen wie in meinem Fall gelten:
- Ich arbeite noch nicht konstant profitabel, dh. Meine Verluste sind i.d.R. noch höher als die Gewinne.
- Ich habe ca. 6 Jahre Erfahrung mit Wertpapieren (Aktien und Fonds), 1-2 Jahre Erfahrung mit techn. Analse, Charting, Money-/Riskmanagement, psychologische Fallstricke, CFDs, etc. gesammelt (dh. Ich habe mir die Grundlagen in Form von Literatur, Seminaren/Messen, Erfahrungen, Wissenaustausch mit Gleichgesinnten im Internet, etc. angeeignet).
- Mein jetztiger Job erfüllt mich nicht.
- ich habe realistische (dh. v.a. reduzierte) Erwartungen an das Trading zum Bestreiten des Lebensunterhaltes (dh. Ich mache mir v.a. Gedanken um die Verlustbegrenzung und Risikokontrolle und NICHT um die “großen” Gewinne). Ich würde es “überleben” die nächsten 2-3 Jahre auch ohne Gewinn mit “passablen” Verlusten zurechtzukommen, sowie finanziell als vermutlich auch psychologisch. Ich sehe meinen Weg bis zum Erreichen eines dauerhaft profitablen Zustandes als Ausbildung und Lehrzeit des Tradings an.
- ansonsten sind nahezu “ideale” Ausgangsbedingungen vorhanden: keine Schulden, keine großen Verpflichtungen, sehr geringe Lebenskosten, “ausreichend” Startkapital zum “Fehlermachen”,…
- Ich war und bin schon immer sehr lernbegierig, wenn mich ein Thema interessiert. Ich sehe neue Themen nicht als Hindernis, sondern als Herausforderung an. Zudem bin ich Perfektionist, dh ich arbeite mich in ein Thema so lange ein, bis ich geschätze 90% davon weiß.
- Ich bin bereit, in entsprechende profesionelle Hard- und Software zu investieren bzw. habe dies bereits getan.
- Ich bin überaus motiviert, mich längerfristig (mind. 5-10 Jahre) mit dem Thema Trading zu befassen und gehe davon aus, dass meine Motivation, auch bei zwischenzeitlichen Rückschlägen, mindestens bis dahin reichen wird. Außerdem lasse ich mich durch Rückschläge nicht verunsichern und blicke immer nach vorne.
- Ich bin ein sehr disziplinierter Mensch.
- Ich haben schon immer sehr selbstständig gearbeitet und sehe mich als idealen “Selbstständigen”/Unternehmer. Trading sehe ich als Geschäft an, in dem man hart arbeiten muss, um Erfolg zu haben. Von kurzfristigen Gewinnen oder “Glückstreffern” an der Börse halte ich nichts, im Gegenteil. Die verleiten nur dazu, sich selbst besser einzuschätzen als man in Wirklichkeit ist: man schreibt sich ein Können zu, das man nicht hat.
- Die Entscheidung pro/contra porfesionellem Trading steht in der unmittelbaren bis mittelbaren Zeit an, nicht erst in 3 oder 5 Jahren
- Ich will mein bisher zeitintensivstes Hobby (Trading) zum Beruf machen. Trading als Beruf sind für mich v.a. die enormen Vorteile des Selbstständigen-Seins und erst in zweiter Linie das Geldverdienen. Zudem macht mir Trading enorm viel Spass und ich denke, dass diese starke Motivation noch Jahre anhalten wird.
Zu ein paar der o.g. Punkte hast Du in Deinem Buch ja etwas geschrieben (ich versuche, dies aus dem Kopf heraus wiederzugeben):
- “Lehrzeit” fürs professionelle Trading: 2-5 Jahre
- optional mind. einen Totalverlust (das konnte bisher erfolgreich vermeiden…*grins*)
- erst dann an den Beruf Trader denken, wenn man konstant (dh über mehrere Jahre) profitabel arbeitet [Anm. dazu: wenn ich das Trading "nebenher" betreibe, dann fehlt mir einfach die Zeit für tiefergehende (Chart-)Analysen, die ich nicht habe. Entsprechend "ungenau"/"schlecht" sind dann teilweise auch die Performance-Zahlen der Trades, v.a. auch in Verbindung mit Hebelprodukten wie CFDs. Dh. Mit einer angemessenen Vorbereitung wären IMHO die Trader auch effektiver.]
- …
Bestimmt bekommst Du solche Anfragen sehr oft. Dennoch wäre ich an Deiner ehrlichen Meinung sehr interessiert, da ich Dich aufgrund Deiner Bücher und auch wegen dem daytraing-Blog sehr schätze (übrigens: sehr starke Vorstellung von Dir in Bezug auf Herrn Frick! Ich weiß nicht, wie viele in Deiner Lage so “gelassen” und fair gelieben wären). Ich habe keinerlei Erwartungen an die Richtung Deiner Antwort (Pro/Kontra), also fühle Dich völlig frei, ehrlich und direkt/undiplomatisch zu antworten!
Vielen Dank schonmal!
Viele Grüße
Marvin
Hi Marvin,
ich gebe dir in allen positiven Punkten des Tradings vollkommen Recht und es wäre schön, wenn das Trading-Gefilde (Gewerkschaft gibts ja keine
) wieder ein bisschen wachsen würde. Ich denke du bist auf dem besten Weg in allen Belangen
a) Psychologie und mentales Set-up (Zielsetzung, Träumertum mit Realitätssinn)
b) Wissen und Erfahrung
c) Charaktereigenschaften (Aufgeschlossenheit, Lernbegierung, Planungs-Orientiert)
Deine Mail liest sich wie eine Liste der idealen Bedingungen.
Jetzt meine persönliche Frage an dich. Wenn du all diese Vorteile hast, wie kommt dann Punkt 1 zu Stande? Wieso bist du noch nicht konstant profitabel? Wo siehst du die Gründe dafür?
Welche anderen Risiken bestehen für mich, wenn ich Trader werde? Wo habe ich vielleicht Nachteile, und wie kann ich diese kompensieren? Wie sieht mein Business-Plan aus?
Vielleicht kennst du auch das Lied “Vienna” von Billy Joel.
Gleich in der ersten Strophe heißt es:
“But tell me if you’re so smart, why are you still so afraid?”
Das ist, was ich gerade angesprochen hab – nur etwas kantiger formuliert.
Wo sind die Selbstzweifel? Gibt es denn überhaupt welche, und wenn ja, welche?
Und woran ist das Trading bis jetzt gescheitert? Ist es wirklich nur die Zeit? Bist du auf dem Tageschart (onClose-Basis) konstant profitabel? Ja, dann werde Trader. Bist du nicht? Wo scheitert es?
Wenn du diese Probleme identifizieren, und aus der Welt schaffen kannst bist du auf jeden Fall der konstanten Profitabilität schon einen Schritt näher.
Happy Trading,
Pierre
Traden lernen:








Ich selbst stehe gerade vor der gleichen Entscheidung, und interessanterweise habe ich mich in der Liste der aufgezählten Eigenschaften von Marvin völlig wiedererkannt. Ich finde es natürlich klasse, daß Pierre meinte daß diese Liste sich wie eine Liste idealer Eigenschaften anhört.
Könnte vielleicht folgender Tip weiterhelfen: Marvin schreibt ja, daß seine finanzielle Lage sehr gefestigt ist (Grundvoraussetzung um Trader zu werden), daß er aber mehr Zeit für das Geschäft braucht. Wäre es möglich z.B. ein paar Monate Auszeit (‘Sabbaticals’ sind in vielen Betrieben inzwischen ja möglich) vom derzeitigen Job zu nehmen, und die dann dafür zu verwenden, zu prüfen ob mit mehr Zeit das Traden mehr in die Richtung geht die er sich vorstellt und ob Trader wirklich das ist was er dauerhaft als Vollzeitjob machen möchte?
Hallo Pierre!
Ich versuche, auf Deine Fragen zu antworten und das Dickicht über mein Trading etwas zu lüften. Wenn ich einen Fehler als solchen erkannt habe (und ich habe schon so einige gemacht, wie jeder Trader auch), schreibe ich gleich mal meine Erkenntnis dazu. Damit bringt meine Antwort auch gleich was für andere Trader, da man diese Fehler dann ja nicht mehr selbst machen muss:
Wenn du all diese Vorteile hast, wie kommt dann Punkt 1 zu Stande? Wieso bist du noch nicht konstant profitabel? Wo siehst du die Gründe dafür? Welche anderen Risiken bestehen für mich, wenn ich Trader werde? Wo habe ich vielleicht Nachteile, und wie kann ich diese kompensieren? Wie sieht mein Business-Plan aus?
Ich versuche mich mal an ein paar Erklärungsversuchen (im folgenden bezieht sich alles auf den Handel mit Hebelprodukten wie CFDs, nicht auf Aktien; mein Anlage-Zeitrahmen sind ein paar Wochen (1-4), ich bin also Positionstrader und kein Daytrader):
- ich führe aus Zeitgründen (noch) kein Trading-Journal/Tagebuch, um mir die Fehler in den Trades vor Augen zu führen (ich meine wirklich Zeit und nicht Bequemlichkeit; es ist schlicht zu wenig Zeit vorhanden). Dabei erachte ich ein Trading-Journal als sehr wichtig.
- Stichwort Zeit: ich habe keine ausreichende… Trading ist quasi mein (unbezahlter) Zweitjob, in den ich täglich ca. 2h und am WoEn nochmal einige Stunden investiere. Fehlende Zeit ist auch der Grund für nicht ausreichende Vorbereitung auf Trades (v.a. bei CFDs, bei denen es ja genauer auf den Einstieg/Ausstieg ankommt; ein paar Punkte/% kann einen Gewinn- oder Verlustttrade ausmachen). Meist sehe ich dann Tradinggelegenheiten zu spät und springe dann halt noch auf, wobei die beste Gelegenheit bereits vorbei ist. Ein ‘Aufspringen’ ist aber meist keine so gute Idee (das CRV ist meist zu schlecht, der Stopp-Loss zu weit weg, etc.). Ein ‘Jagen’ des Marktes ist nicht sinnvoll und bringt nichts.
- noch keine profesionelle Software: z.B. kann TradeSignalOnline (das ich verwende) keine Alarme (z.B. auf Trendlinien, Unterstützungen/Widerständen, etc.) generieren. Daher kostet mich eine Durchsicht der Titel erheblich mehr Zeit, da ich fast immer ‘alle’ (für mich per Chartechnik analysierten) Werte durchklicken muss (aktuell ca. 50 für CFDs und ca. 100 für Aktien).
- Overtrading: das gilt v.a. für Aktien. Da ich neben dem CFD-Depot noch ein Aktiendepot mit regelmäßig (!) über 30 Titeln habe, bleibt weniger Zeit für die CFDs übrig (was eigentlich nicht so sein sollte). Ich hatte auch teilweise schon um 25 laufende CFD-Positionen, aber dies war (auch immer im Zusammenhang mit den Aktien) nicht mehr machbar. Aktuell beschränke ich mich auf maximal 8-10 laufende CFD-Positionen, die kann ich dann noch sinnvoll überwachen, zudem liegt damit das Gesamtausfallrisiko bei maximal 10%, bei 1% Verlust pro Einzelposition). Die Aktientitelanzahl ist auf Dauer sicherlich viel zu hoch, ich versuche hier auf ein venünftiges Maß um die 10-15 zu kommen. Auf mittlere Sicht will ich komplett weg von Aktien und mich auf CFDs (ggf. noch Hebelzertifikate) beschränken.
- die letzten 6-8 Wochen waren wegen der sehr hohen Volatilität vielleicht hevorragend für Daytrader geeignet, aber sicher nicht für Positionstrader wie mich. V.a. bei den CFDs bin ich öfters durch die Stopp-Loss herausgeflogen und das regelmäßig. Das bringt dann im Endeffekt keinen Gewinn, eher viele kleine Verluste. Es wäre (ist?) also besser gewesen, sich eher zurückzuhalten und nur wenig bis gar nicht investiert zu sein (das ist auch eine Erkenntnis, die ich in den letzten Wochen gewonnen habe). Aktuell halte ich gerade mal 2 CFD Long-Positionen…
- Besonderheiten der Buy-/Sell-Trigger bei CFDs: Durch Eröffnungs-GAPs ist es mir bei CFDs schon öfters passiert, dass ich viel zu schlechte Einstiegskurse bekommen habe. Damit stimmt dann das vorher berechnete Chance-Risiko-Verhältnis (CRV) nicht mehr und mein Risiko ist nun deutlich höher. Das konnte ich nur teilweise verbessern, dass ich mit weniger Kapital als geplant eingestiegen bin. Aber das ist auch sehr ungenau. Zudem kam es einige wenige mal vor (v.a. bei geplanten Short-Positionierungen in volatilen Märkten), dass das Gap (Down) an einem Tag so groß war (z.B. 5-8%, ohne Hebel), dass ich komplett auf der ‘falschen’ Seite des Marktes stand: Einstieg zum ersten Kurs NACH dem Gap-Down (also mit völlig unakzeptablem CRV und deutlich tiefer als geplant), danach hat sich der Kurs dann an dem Tag komplett wieder erholt und stand em Ende dort, wo er tags zuvor auch schon stand. Da ich somit auf der falschen Seite stand (Short anstatt Long) und am SL ausgestoppt wurde, waren die Trades komplett für die Tonne… Lehren daraus: bei CFDs niemals mehr Trades durch Buy-/Sell-Trigger eingehen.
- einseitige Positionierung: lange Zeit war ich in den CFDs ausschließlich long, aber in keiner Position short, positioniert. Das habe ich geändert: ich trade nun beide Seiten.
- keine konsequente Berücksichtigung des übergeordneten Zeitrahmens: früher sah ich mir nur ‘nebenbei’ mal den Wochenchart an, wenn ich auf Tagesbasis eine Position eingegangen bin. Das war nicht immer erfolgreich, weil man im Wochenchart ‘etwas’ Wichtiges übersehen hatte. Mittlerweile betrachte ich immer auch die übergeordnete Zeitebene, dh beim Tageschart immer auch den Wochenchart.
- keine Berücksichtigung der allgemeinen Marktlage: als ich z.B. DAX-Titel per CFD gekauft habe, habe ich den DAX als Index nicht berücksichtigt. Genauso bei MDAX, TecDAX, US DJ oder NASDAQ-Titeln. D.h. ich bin Einzelpositionen quasi ohne Berücksichtigung der übergeordneten Marktlage (z.B. anhand der Indizes ablesbar) eingegangen.
- kein konsequentes Einhalten der Stopp-Loss: dies gilt nur für Aktien, nicht aber für CFDs. Alle CFDs trade ich nach einem Trading-Plan, mit vorher (!) festgelegtem Ein- und Ausstieg (Stopp-Loss und Kursziel). Bei den Aktien gibts so manche Altlasten in meinem Depot, bei denen ich vor einiger Zeit keinen SL gezogen habe und es sich jetzt auch nicht mehr lohnt (ich weiß, diese Haltung ist auch ein beliebter Fehler). Sprich: ich habe noch zu viele Aktien-Altlasten im Depot. Bei neueren Aktien-Trades verfahre ich konsequent: wenn der Titel nicht so läuft wie ich mir das überlegt habe und der SL wird erreicht, dann wird ausgestiegen, konsequent und ohne weiteres Nachdenken.
- Börsenbrief (BB)-Empfehlungen: ich bin leider auf die eine oder andere Empfehlung von bekannten BB-Schreibern hereingefallen (z.B. bin ich in empfohlene Positionen long eingestiegen, obwohl ich einen glasklaren Abwärtstrend erkannt hatte, dh ich habe die Meinung des BB-Schreibers höher als meine eigene gesetzt, obwohl ich die Situation charttechnisch korrekt (und damit richtig im Gegensatz zum BB) eingeschätzt hatte). Lehre daraus: Empfehlungen nur noch als Kandidaten ansehen und dann charttechnisch auswerten. Bestimmte BB komplett meiden bzw. (riskanter) ggf. sogar als Kontraindikator werten.
- Einstiegsregeln: seit wenigen Monaten verwende ich differenziertere Einstiegsregeln als vorher: früher bin ich in CFDs und Aktien gleich zu 100% eingestiegen (dh genau 1 Kaufzeitpunkt mit 100% der Position). Heute steige ich bei Aktien in den Schritten 30%, 40% und 30% ein, bei CFDs in 2 Schritten: 2 mal 50% (also jeweils 1/2 R). Das reduziert das Risiko und kostet nicht gleich soviel Geld, wenn man bei einem Trade falsch liegt und ausgestoppt wird (was statistisch in mind. 50% der Fälle vorkommt): ca. 10% Verlust bei 30% Einsatz ist weniger als 10% Verlust bei 100% Einsatz. Psychologisch ist es auch einfacher, einen Verlust zu realisieren, wenn bisher nur 30% des Einzelpositionskapitals eingesetzt wurden und man ausgestoppt wird. So kann man sich vergegenwärtigen, dass man nur einen kleineren Teil (SL ca. 10%) einer kleineren Position (ca. 30%) als Verlust realisiert. Wenn man nach den ersten 30% nicht mehr zum erneuten Kauf kommen sollte (dann mit 40%), z.B. weil der Kurs sofort anspringt: na und? Die nächste Gelegenheit kommt bestimmt. Es gibt jeden Tag tausende davon…
- zu hohes Risiko bei CFDs: anfangs war mein Einzelpositionsrisiko einfach zu hoch (entsprach dann ca. 3-5% Einzelverlustrisiko anstatt die üblichen 1-2%). Jetzt gehe ich bei CFDs Positionen mit maximal 1% Verlust aufs Gesamtkapital ein und steige vorsichtshalber auch nur mit 0,5% (1/2 R, s.o.) ein anstatt gleich mit 1%.
- fehlende Unterstützung: ich kenne keinen Trader, von dem ich in meiner Anfangsphase hätte lernen können. Alles an Wissen und Erfahrung habe ich mir quasi selbst angeeignet, unter einem erheblichem Zeitaufwand. Daher habe ich auch etliche Fehler machen (und teuer bezahlen) müssen, obwohl ich einige (wenige) anhand der Literatur erst gar nicht begangen habe.
- fehlendes Coaching: bisher hatte ich meine Trading-Praxis noch nicht von einem Profi testen/coachen lassen. Vielleicht hast Du eines Tages noch das ‘Vergnügen’, Pierre? *grins*
Wo sind die Selbstzweifel? Gibt es denn überhaupt welche, und wenn ja, welche?
Ich habe keine, im Gegenteil. Ich bin fest davon überzeugt, dass Trading an sich ‘funktioniert’. Oben stehen viele Ursachen, die mich von einem dauerhaften Tradingerfolg bisher abgehalten haben. Aber Du wirst keinen Punkt finden, der mich bisher von meiner Überzeugung abgebracht hat, dass man mit einem profesionellem Trading auf Dauer konstant profitabel sein kann. Wenn ich jemals zu dieser Meinung aufgrund meiner Erfahrungen kommen sollte, werde ich mit dem Trading umgehend aufhören (und meine Trading-Literatur verkaufen).
Schon seit geraumer Zeit steht die Meinung meiner ‘besseren Hälfte’ gegen ein Trading als Beruf, dh. es ist wohl nicht leicht, jemandem das Trading als Geschäft, Arbeit, etc. zu verkaufen, v.a. wenn man einen sehr skeptischen Partner in dieser Hinsicht hat *grins* . Solange nicht ‘überzeugende Zahlen’ auf dem Tisch liegen (d.h. v.a. nachweisbare und konstant profitable Renditen), ist die ‘Überzeugungsarbeit’ PRO Trading quasi unmöglich. Dabei bin ich fest davon überzeugt, dass mit einem ausreichenden Zeiteinsatz (und damit einem stärkeren Gewinn von Erfahrung pro Zeitraum) die Renditen anders aussehen würden… aber mach’ das mal einem ‘Sicherheitsmenschen’ (in Bezug auf Geldanlage) klar…
Im Prinzip sehe ich mich aktuell an einem Wendepunkt bzw. Übergang, dh ich glaube, ich habe die Anfangsphase erfolgreich hinter mich gebracht, aber der Erfolg einer konsequent verfolgten Tradingstrategie hat sich noch nicht gezeigt. Das mag in den letzten 6-8 Wochen auch am ‘launischen’ Markt liegen, aber nicht nur. Ich sehe es für mich als Erfolg an, dass ich in den letzten 6-8 Wochen keine größeren Summen verloren und das Kapital weitgehend gesichert habe. In einem so schwierigen Marktumfeld ist es nunmal nicht leicht, erfolgreich zu traden, zumindest bei meinem Erfahrungsstand und als Positionstrader (als Daytrader sähe das vielleicht anders aus, gerade wegen den hohen Volatilitäten). Insofern zeigt mir mein konsequentes Money-/Risk-Management auch, wie robust es ist und dass es auch (gerade) in solchen Phasen hervorragend funktioniert, indem es mein Kapital sichert. Damit zeigt sich wieder, wie wichtig Money-Management ist.
Kommentare sind natürlich, wie immer, gerne willkommen!
Marvin
Hi Marvin,
warum verzettelst du dich auf so viele Aktien und CFDs? Ein Index und vielleicht noch eine Währung im kurzen Zeitfenster (5 Min. oder sogar 1 Min.) reichen doch völlig für den Anfang. Ich weiß nicht, was du arbeitest, aber mit diesem Set-up gibt es jeden Tag einige Signale. Und 0.5 bis 1R ist immer möglich (pro Tag)
Grüße
Thomas
Hi Marvin,
hier mal in Kurzform:
“- ich führe aus Zeitgründen (noch) kein Trading-Journal/Tagebuch, um mir die Fehler in den Trades vor Augen zu führen (ich meine wirklich Zeit und nicht Bequemlichkeit; es ist schlicht zu wenig Zeit vorhanden). Dabei erachte ich ein Trading-Journal als sehr wichtig.”
“Fehlende Zeit ist auch der Grund für nicht ausreichende Vorbereitung auf Trades (v.a. bei CFDs, bei denen es ja genauer auf den Einstieg/Ausstieg ankommt; ein paar Punkte/% kann einen Gewinn- oder Verlustttrade ausmachen)”
WARUM KEINE ZEIT; WENN MAN ES ALS WICHTIG ERACHTET ? KEINE ZEIT BEDEUTET IMMER ES IST NICHT WICHTIG GENUG – man kann auch im Nachgang, gerade als Positionstrader seine Trades auswerten.
BEI FEHLENDER VORBEREITUNGSMÖGLICHKEIT WÜRDE ICH NICHT TRADEN ODER EINEN ANDEREN ZEITHORIZONT ZUM TRADEN SUCHEN (WEEKLY-MONTHLY CHART)
“noch keine profesionelle Software: z.B. kann TradeSignalOnline (das ich verwende) keine Alarme (z.B. auf Trendlinien, Unterstützungen/Widerständen, etc.) generieren. Daher kostet mich eine Durchsicht der Titel erheblich mehr Zeit, da ich fast immer ‘alle’ (für mich per Chartechnik analysierten) Werte durchklicken muss (aktuell ca. 50 für CFDs und ca. 100 für Aktien).”
FÜR US AKTIEN REICHT TELECHART VON WORDEN; DA KANNST DU ALS POSITIONSTRADER; DAILYTRADER AKTUALISIERT ALLE 20 MINUTEN MIT ARBEITEN”
“- die letzten 6-8 Wochen waren wegen der sehr hohen Volatilität vielleicht hevorragend für Daytrader geeignet, aber sicher nicht für Positionstrader wie mich. V.a. bei den CFDs bin ich öfters durch die Stopp-Loss herausgeflogen und das regelmäßig. Das bringt dann im Endeffekt keinen Gewinn, eher viele kleine Verluste. Es wäre (ist?) also besser gewesen, sich eher zurückzuhalten und nur wenig bis gar nicht investiert zu sein (das ist auch eine Erkenntnis, die ich in den letzten Wochen gewonnen habe). Aktuell halte ich gerade mal 2 CFD Long-Positionen…”
ALS POSITIONSTRADER KONNTE MAN DIE LETZTEN 6-8 WOCHEN AUCH POSITIONEN AUFBAUEN – ANDERERSEITS GIBT ES AUCH DIE MÖGLICHKEIT BEI ERHÖHTER VOLATILITÄT SICH GANZ RAUSZUHALTEN; DASS IST ABER IMMER EINE FRAGE DES MONEYMANAGEMENTS – DAILY RANGES ZU POSITIONS UND KONTENGRÖSSE; MAN KANN IN DIESEN ZEITEN AUCH MIT KLEINEREN POSITIONEN HANDELN; WENN MAN MERKT DASS DIE VOLA STEIGT – GEHT MAN HALT MAL EINEN SCHRITT VON SEINEM EGO ZURÜCK ;o)
- keine Berücksichtigung der allgemeinen Marktlage: als ich z.B. DAX-Titel per CFD gekauft habe, habe ich den DAX als Index nicht berücksichtigt. Genauso bei MDAX, TecDAX, US DJ oder NASDAQ-Titeln. D.h. ich bin Einzelpositionen quasi ohne Berücksichtigung der übergeordneten Marktlage (z.B. anhand der Indizes ablesbar) eingegangen.
ES GIBT AUCH AKTIEN DIE GEGENÜBER IHREN INDICES RELATIV STARK SIND UND NICHT 100% MIT DEN INDICES KORRELLIEREN, KOMMT ALLERDINGS AUF DIE STRATEGIE AN
“- kein konsequentes Einhalten der Stopp-Loss: dies gilt nur für Aktien, nicht aber für CFDs.”
IST DOCH EGAL WO ICH MEINEN PLAN NICHT EINHALTE ? DAS IST HALT NICHT DISZIPLINIERT ODER EBEND OHNE STRATEGIE. WAS NÜTZEN 8 GEWINNER, WENN MIR ZWEI AKTIEN INS BODENLOSE FALLEN UND MEINE PERFORMANCE KAPUTT MACHEN ?
- Börsenbrief (BB)-Empfehlungen: ich bin leider auf die eine oder andere Empfehlung von bekannten BB-Schreibern hereingefallen (z.B. bin ich in empfohlene Positionen long eingestiegen, obwohl ich einen glasklaren Abwärtstrend erkannt hatte, dh ich habe die Meinung des BB-Schreibers höher als meine eigene gesetzt, obwohl ich die Situation charttechnisch korrekt (und damit richtig im Gegensatz zum BB) eingeschätzt hatte). Lehre daraus: Empfehlungen nur noch als Kandidaten ansehen und dann charttechnisch auswerten. Bestimmte BB komplett meiden bzw. (riskanter) ggf. sogar als Kontraindikator werten.
VERTRAUE DIR DOCH MEHR; WER KÖNNTE BESSER DEINE STRATEGIE UND DEIN MONEYMANAGEMENT KENNEN ALS DU SELBER ? NUTZE LIEBER DIE “gesparte” ZEIT FÜR DEIN TRADINGJOURNAL.
1) TRADE DEN ZEITRAHMEN WO DU AUCH DIE MÖGLICHKEIT FINDEST DICH ZEITLICH GUT VORZUBEREITEN
2) FOKUSSIERE DICH AUF EINE STRATEGIE UND NEHME ERST EINMAL EIN MARKTSEGMENT; WICHTIG IST ERST EINMAL KONSTANT MONATLICH EINEN POSITIVEN ABSCHLUSS ZU BEKOMMEN. EGAL WIE GROSS DEINE POSITIONEN SIND.
3) STIMME DEIN MONEYMANAGEMENT MIT DEINER STRATEGIE AB
4) VERTRAUE BEIM TRADEN NUR DIR SELBER UND HÖRE NICHT AUF ANDERE MEINUNGEN ; 90% LIEGEN DOCH SOWIESO FALSCH UND WERDEN DIR KEIN GELD ZAHLEN; WENN SIE MIT IHREN EMPFEHLUNGEN AN DICH FALSCH LIEGEN
5) FÜHRE EIN TRADINGTAGEBUCH; DENN DAMIT HAST DU DIE GLORREICHE MÖGLICHKEIT NACH EINER BESTIMMTEN ANZAHL VON TRADES ZU ERKENNEN; WO DEINE SCHWACHPUNKTE LIEGEN. LETZTLICH ZEIGT DIR DIESES BUCH AUCH EINEN TEIL DEINER PERSÖNLICHKEIT. ALLES IST ANGST ODER GIER; ZU FRÜH REIN; ZU FRÜH RAUS; NICHT GETRAUT DEN TRADE ZU NEHMEN….
Viel Erfolg, würde mich freuen wenn Du es schaffst
ChancenCoach
P.S.
Solltest Du jetzt noch Lust haben weiterzulesen, hier mal noch ein Beitrag aus der Forumsfrage, ob man vom Traden wirklich leben kann.
ChaCoa (17:21:56) :
Lese Bücher, gucke Dir Strategien an, welche bereits bekannt sind und sortiere diese aus, womit Du Dich am wohlsten fühlst.
ENTWICKLE DEINE STRATEGIE, denn nur diese wirst Du letztlich richtig verstehen und auch durchhalten zu traden. Wer sollte besser wissen, mit welcher Strategie, welchem Zeitintervall Du Dich wohl fühlst ? Hour, Daily, Weekly, Monthly Chart …
Focusiere Dich zunächst auf EINE Strategie, verfolge diese täglich bis Du ein Gespür dafür bekommst. Hat diese Strategie eine positive Erwartung oder Ergebnis versuche alles so detailliert darzustellen, dass Du diese immer besser verstehst. Versuche die Strategie über Dein Moneymanagement zu verbessern. Notiere Deine Trades und schreibe Deine Emotionen auf.
Bis das alles der Fall ist, trade, teste mit KLEINEN Positionen. Wichtig ist erst einmal ein positives Ergebnis zu erzielen. Man kann auch mit 20, 50 Stck. Aktien Geld verdienen, die Höhe ist zunächst uninteressant. Ist Dein Ergebnis im Monat positiv, kannst Du drüber nachdenken, Deine Positionsgröße im Verhältnis zum Konto zu erhöhen.
Nach 30, 50, 100 Trades wird es immer klarer, welche Trefferquote Deine Systematik bringt. Wie bereits schon oft gesagt, ist zwar eine hohe Trefferquote gut für Dein Ego, braucht aber trotz allem ein funktionierendes Moneymanagement und DISZIPLIN.
Was nutzt es, wenn Du 8 Gewinner hast und 2 Verlierer Deine Gewinne zunichte machen, weil Du kein Moneymanagement hast oder keine DISZIPLIN !
Glaube nicht alles was in Büchern steht ! Meiner Meinung und Erfahrung nach gibt es bei wirklichen Profitradern ein besseres Verhältnis als 50:50, suche einfach einen Vorteil. Es gibt ihn ;o)
Man kann mit vielen Dingen Erfolg haben, von denen in Büchern abgeraten wird. Irgendwann wirst Du dann erkennen, wenn alles läuft, Du Deine Gewinne über Moneymanagement hebeln kannst. Ob Du dann allerdings mental dazu in der Lage bist, diese umzusetzen, ist dann die Sache der Psychologie. Daran kann man wirklich nur kontinuierlich arbeiten, dass wird wohl eine Lebensaufgabe ;o)
Hast Du Deine Strategie gefunden und handelst Du an der Börse mit konstanten Gewinnen, wirst Du irgendwann feststellen, dass auch alles sehr langweilig sein kann.
Wenn man dann aus langer Weile andere Trades macht, die nichts mit der funktionierenden Strategie zu tun haben und dabei mit einmal Geld verliert, weiß man dass man es geschafft hat ;o), denn dann beginnt man wieder seine funktionierende Strategie zu nutzen oder eine neue funktionierende zu entwickeln.
In diesem Sinne viel Erfolg – finde, handel und trade für Dich selbst. Wichtig ist wie Du reagierst, denn Du bis für Deine Ergebnisse 100% verantwortlich.
Was interessiert Dich, was 90% der Masse (Medien…) sagt – da die ja sowieso falsch liegen ?
Good Trades
ChancenCoach
9 09 2007
UTh (11:12:07) :
Hallo ChaCoa,
gratuliere zu dem wirklich guten und tiefgründigen Kommentar – weiter so!
Danke & Gruss
UTh
9 09 2007
ChaCoa (14:37:36) :
Danke UTh, habe nur versucht, das wiederzugeben, was ich gerne vor 15 Jahren am Beginn meines Tradens gewußt hätte. Meiner Meinung nach kann man Jahre sparen, wenn man wirklich eine Strategie wählt mit der man sich wohl fühlt und nur diese tradet und dann auf seine eigene Persönlichkeit vereint. Auch wenn ich noch heute fast alle Tradingbücher lese, die so auf den Markt kommen, nutze ich diese nur noch um meine Strategie zu verfeinern bzw. einen Blick zu behalten was es noch so gibt…
Ich habe eine Menge Zeit verschenkt, da ich früher alle Strategien selber “nachtraden” wollte… abgesehen davon, dass das ziemlich sinnlos ist, da man zu Beginn ja nur ein beschränktes Tradingbudget hat.
Interessant fand ich irgendwann mal, dass ich bereits vor 10 Jahren bereits Indikatoreneinstellungen gefunden hatte, die kurzfristig sehr gute Signale liefern. (Positionstrading) Nach Jahren hat eine amerikanische Internetseite darauf ein Marketing aufgebaut. Allerdings habe ich mir früher wohl selber nicht getraut, denn komischerweise habe ich dass, was für mich offensichtlich war nicht genutzt und habe immer mein “Heil” in Tradingbüchern gesucht, die bekannte Trader veröffentlichten.
Fazit: Ich kann jedem nur empfehlen, zwar als Idee Tradingbücher zu lesen, aber der Hauptfokus sollte auf die Entwicklung einer eigenen Strategie gelegt werden. Betonung zunächst nur EINE ! Erst wenn man die bis zum “Erbrechen” kennt, für das Ergebnis der Trefferquote und des Moneymanagement ein Gefühl hat, sollte man sich eventuell noch um eine weitere Strategie kümmern.
Neben dem kurzfristigen Traden, empfehle ich auch jedem eine Trendfolgestrategie zu verfolgen. Weekly, Monthly Charts sind dafür sehr gut geeignet. Diese Zeiteinheiten nehmen die Hektik aus dem Traden und lassen einen auch etwas gelassener werden.
Aber eine Warnung oder ein Hinweis noch vorweg. Trendfolgestrategien immer auf einem seperaten Konto laufen lassen. Und wenn Ihr darüber nachdenkt, werdet Ihr mit der Zeit sehen, dass kurzfristiges Traden und Trendfolge mit Weekly/Monthly Chart eigentlich eine andere Persönlichkeit erfordert.
Aber keine Angst, wer mit offenen Augen durchs Leben geht, bekommt auch das hin und bekommt auch keine multiple Persönlichkeit ;o) und wenn, man bekommts sicherlich dann auch nicht mehr so mit ;o)
Viel Erfolg beim Traden !
ChancenCoach
Hallo Marvin,
ich bin selbst Teilzeittrader und verstehe viele Deiner geschilderten Problematiken.
Mir hat der Einsatz eines Journals und einer vernünftigen Softare geholfen an Effizienz
zu gewinnen. Findest Du es selbst valide ohne die richtigen Pfeile im Köcher in die Schlacht zu ziehen? Wie passt dies mit Deinem Profi Anspruch zusammen? Klar, ist die richtige Ausstattung nicht´s wenn Dein Sytem nichts taugt – aber was nützt das beste System wenn es nicht umgesetzt werden kann?
Zu den volatilen Märkten – die Märkte sind wie Sie sind, die Frage ist doch ob Du eine richtige Antwort (Strategie) auf Sie hast?
Ich denke Du bist insofern auf dem richtigen Weg, da Du selbst festgestellt hast dass es so nicht wirklich geht…..
Viele erfolgreiche Trades wünscht Dir
Teilzeittrader
UTH
Hallo Marvin,
auch ich bin seit einem Jahr mit erheblichem Zeitaufwand dabei meine Strategie zu entwickeln. Kurze Zusammenfassung ?
- total unzufrieden über Performance meiner Fonds, nur 5 % per Anno
).
- erster Kontakt über bekannten Börsenbrief eines bekannnten Mehlstaubschwätzers
- Blut geleckt, im Geiste schon die Millionen ausgegeben ( eher ein schwarzer oder doch lieber der rote Porsche, natürlich nur ein Turbo, so in einem Jahr von damals aus gesehen)
- Nach grosser Ernüchterung und Geldverlust damit begonnen Strategie zu entwickeln
- Nach etlichen Büchern, Seminaren und vielen weiteren Verlusten habe ich mir ein Setup gemacht, was primär Trend- und Unterstützungslinien beachtet und die Chartanalyse steht immer im Vordergrund. Benutze nur 2 Indis als Bestätigung,das wars.
- Der Beste Tipp den ich dir geben kann, und seit dem klappt es: Nimm nur einen Markt!! Ich nehme z.b. nur intraday GBP/USD und trade nichts anderes, nutze andere Paare nur zur Meinungsfestigung. Ich habe das schon oft mitbekommen, das viele private Profitrader wirklich nur eine Aktie, Index oder Währung handeln. Ist wie im richtigen Leben, man hat eine Frau, fängt man das fremdgehen an dann gibts meist Ärger
- Es klappt, ich bin viel ruhiger weil ich nicht ständig tausend Charts beobachte. Manchmal gibts halt ein,zwei Tage kein Setup, aber wenn eins kommt dann habe ich VERTRAUEN in mein Signal und das ist das wichtigste.Denn dann gibts ordentlich Profit, meine Trefferquote ist mittlerweile 60%.
- Wenn du kein Tagebuch führst, wirst du definitiv keinen Erfolg sehen. Dann kannst du zu deinen Verlusten nicht mal ” Lehrgeld “sagen, denn du kannst nichts draus lernen.Oder kannst du ohne Tagebuch ganz genau woran der Trade vor 4 Wochen gescheitert ist ?? Also ist es nur Spielgeld gewesen !!!
- Wenn du ein dir angenehmes Setup entwickelst, kannst du ja noch nicht mal im nachhinein deine eignenen Trades analysieren, damit du siehst obs funktioniert hätte.
TIP: Traders Ausgabe 9,September 07, guter Artikel zum Thema mit konkreten Vorschlägen.
Und drucke dir die Charts deiner Trades aus, das ist einfach notwendig wenn du weiterkommen willst.
Gruß Bailona
Hi Bailona,
super Beitrag, genau das ist es ! Durch Konzentration auf zunächst ein Setup, dauernder Beobachtung (dadurch mehr Zeit, vielleicht auch mehr Lebensqualität), bekommt man neben dem Gefühl eine Statistik, die einem über Gewinn/Verlust zeigt, ob man richtig liegt. Es gibt so einen schönen Satz von ich glaube Einstein. So ähnlich…gleiches denken bringt selbe Ergebnisse. Der Gedankengang hilft auch beim Traden. Funktioniert es nämlich nicht, hat man Verluste und kann nur durch ein anderes Herangehen (anders denken) den Erfolg erreichen, wie im normalen Leben ;o) Und darum auch das Tradingtagebuch ! Es ist das beste Kontrollinstrument nicht nur für die Setups, Trefferquote, Moneymanagement sondern auch für Deine Gefühle.
Marvin, es wäre schön, wenn Du mal weiter berichtest, was aus Deinen Bemühungen geworden ist. Gute Trades !
Hola die Waldfee. Hab viele Punkte entdeckt, die ich auch falsch gemacht habe (oder falsch mache). Vor allem das mit der Konzentraition auf wenige Titel bringt viel. Dann läufst du nichtmehr den Einstiegssignalen hinter her, sondern erkennst sie vorher (bzw bekommst sie zeitnah mit). Und ein Tradingbuch hat mich auch sehr voran gebracht.
Die anfangs fehlende Tradesoftware war bei mir eher Ausrede, warum es nicht gefunzt hat. Eine Performance-Steigerung durch eine teurere Software hab ich nicht wirklich erreicht (die Analyse wurde etwas einfacher, aber mehr auch nicht).
Wenn du die Möglichkeit hast, kannst du dir ja mal ein oder besser zwei Wochen Urlaub nehmen (dann gilt das Zeitargument nichtmehr) und du konzentrierst dich auf einen/wenige Markt/Märkte (z.B. nur Dax und eine Währung). Mich hat das sehr weit voran gebracht (vor allem die Erkenntnis, dass Daytrading erstmal eine Reizüberflutung ist).
Viele Grüße,
Olli
Liebe Blogger,
Ich habe diesen Eintrag mit Interesse verfolgt und schlage mal vor: Wenn man diese Frage stellt (mit seitenlangen Begründungen) findet sich die Antwort ganz einfach…..
Liebe Grüsse,
Chen
Hi Chen,
es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Am Anfang braucht man eben Orientierungshilfe.
Happy Trading,
Pierre
Oder nen Blindenhund
Nein, im Ernst. Da gebe ich Dir Recht, Pierre. Das impliziert jedoch schon, dass es vermutlich noch etwas Zeit braucht.
Auch Dir bzw. allen Bloggern viel Erfolg beim Handel !!!!
Liebe Grüsse,
Chen
Stimmt. Zeit braucht es immer. Von heute auf morgen wünscht man sich zwar, dass es funktioniert – tut es aber nicht.
Auch dir gute Trades,
Pierre
Dann will ich mal auf die vielen hilfreichen Kommentare eingehen (Danke für Eure Mühe):
@Ascag:
Wäre es möglich z.B. ein paar Monate Auszeit (’Sabbaticals’ sind in vielen Betrieben inzwischen ja möglich) vom derzeitigen Job zu nehmen,…
Interessante Idee mit der ‘Auszeit’. Aber man könnte auch gleich kündigen und sich die ‘Auszeit’ quasi selbst verordnen…
@Thomas:
warum verzettelst du dich auf so viele Aktien und CFDs?
Du hast recht, das wird mit einer der Hauptgründe für meine Zeitknappheit sein: wenn man jeden Tag so mal ‘schnell’ ca. 40-50 Charts durchschaut (und analysiert), geht eben eine gewisse Zeit dafür drauf, die an anderer Stelle dann fehlt. Ich denke, ich werde mich in Zukunft auf ca. 10 Titel (Aktien) beschränken und sonst den CFDs widmen. Ziel ist es, für jede laufende Position (egal ob Aktie oder CFD) immer ausreichend Zeit zur tiefergehenden Analyse zu haben.
Ein Index und vielleicht noch eine Währung im kurzen Zeitfenster (5 Min. oder sogar 1 Min.) reichen doch völlig für den Anfang.
Ich hatte geschrieben, dass ich tagsüber arbeiten muss und daher nicht einen Index o.ä. ständig beobachten/traden kann. Wenn ich einmal das Privileg genießen sollte, Daytrading betreiben zu können, dann wäre ein Index-Trading angemessen. Allerdings halte ich nichts von Beschränkung auf einen Wert; aktuell trade ich v.a. Aktien-CFDs und ab und zu mal ein Rohstoff (z.B. Gold). Zudem habe ich mehr aus eine mögliche Handels-/Tradingstrategie, aber vielleicht muss ich erstmal meine ‘bevorzugten’ Strategien finden?
@ChaCoa :
Deine ‘Kurzform’ gefällt mir… Danke auch für den Auszug auf einem Forum. Sehr informativ, das ganze. Da kann ich UTh nur beipflichten. Im Einzelnen dazu noch einige Anmerkungen:
WARUM KEINE ZEIT; WENN MAN ES ALS WICHTIG ERACHTET ? KEINE ZEIT BEDEUTET IMMER ES IST NICHT WICHTIG GENUG
Wie ich selbst geschrieben habe: ich erachte ein Trading-Tagebuch als sehr wichtig. Ich denke, ich werde in Zukunft einfach viele Aktien-Trader weglassen, dann habe ich auch (mehr) Zeit für eines.
MAN KANN IN DIESEN ZEITEN AUCH MIT KLEINEREN POSITIONEN HANDELN; WENN MAN MERKT DASS DIE VOLA STEIGT – GEHT MAN HALT MAL EINEN SCHRITT VON SEINEM EGO ZURÜCK
Klingt vernünftig, implizit habe ich das ja getan, indem ich weniger Trades eingegangen bin. Schwierig ist es für mich, solche ‘Umbruchphasen’ rechtzeitig als solche zu erkennen, z.B. wenn man vorher voll investiert war.
ES GIBT AUCH AKTIEN DIE GEGENÜBER IHREN INDICES RELATIV STARK SIND UND NICHT 100% MIT DEN INDICES KORRELLIEREN, KOMMT ALLERDINGS AUF DIE STRATEGIE AN
Klar, die gibt es, z.B. eine VW. Dennoch möchte ich die ‘allgemeine Marktlage’ nicht ausblenden, sondern berücksichtigen (z.B., indem man den Einsatz in den Trades verringert, sowohl die Anzahl als auch die Positionsgrössen).
Viel Erfolg, würde mich freuen wenn Du es schaffst
Ähem danke, das wünsche ich mir auch… *grins*
Marvin, es wäre schön, wenn Du mal weiter berichtest, was aus Deinen Bemühungen geworden ist. Gute Trades !
Gerne. Bin schon dabei…
@UTh:
Findest Du es selbst valide ohne die richtigen Pfeile im Köcher in die Schlacht zu ziehen? Wie passt dies mit Deinem Profi Anspruch zusammen? Klar, ist die richtige Ausstattung nicht´s wenn Dein Sytem nichts taugt – aber was nützt das beste System wenn es nicht umgesetzt werden kann?
Das stimmt und bringt einen natürlich zum Nachdenken. Ich denke, ich werde mich auf ‘mein’ System konzentrieren und v.a. die Anzahl der Titel drastisch reduzieren, um so mehr Zeit für die einzelnen Werte zu haben.
@bailona:
Wenn du kein Tagebuch führst, wirst du definitiv keinen Erfolg sehen
Da Du jetzt schon der x.te bist, der das schreibt und ‘unser aller Meister’ Pierre in seinem Buch und hier ausdrücklich auf die Notwendigkeit eines Trading-Tagebuchs hinweist, scheint es mir, als ob ich bisher etwas ganz Wichtiges beim Trading ‘vergessen’ habe… *grins*
Ich werde mit einem Trading-Tagebuch in unmittelbarer Zukunft beginnen. Bisher bewerte ich Fehltrades aus dem Gedächtnis heraus, aber das ist ja bekanntermassen nicht immer zuverlässig und so exakt, wie man sich das wünscht…
TIP: Traders Ausgabe 9,September 07, guter Artikel zum Thema mit konkreten Vorschlägen.
Kann man sich die Ausgabe irgendwo downloaden?
@Chen:
Wenn man diese Frage stellt (mit seitenlangen Begründungen) findet sich die Antwort ganz einfach…
Ist das Ironie?
Zu den vielen Punkten meinerseits: Sagen wir mal so, ich will einfach ein bisschen Klarheit in mein Trading bringen und nehme dazu auch gerne den Rat von ‘Leidensgenossen’ und/oder Profis an. Schließlich gibt es immer Personen, die schon weiter sind wie man selbst und von denen man viel lernen kann…
Aktuell arbeite ich mich in TradeSignal Standard Edition ein, dann steht ein Trading-Tagebuch auf dem Programm. Bin selbst mal selbst gespannt, ob und wie sich dadurch die Performance bzw. die Fehltrades reduzieren…
Hier gabs doch mal irgendwann einen/mehrere Beiträge zu Tradings-Tagebüchern (Vorlagen, z.B. in Excel). Hat jemand eine gute Vorlage/Dokument, dass man verwenden kann?
Bis dahin mal
Marvin
Anm.: etwas dumm, dass das Blog keine Zitate (quotes) unterstützt (diese sind im Kommentar nämlich drin)… so ist natürlich schwerer zu lesen, was ein Zitat und was von mir ist…
@Pierre: kann man ggf. eine Art Preview ins Blog einbauen, so dass man den Kommentar vor Veröffentlichung prüfen kann, wie er dann erscheinen wird?
Ich habe mal ein bisschen herumgesucht mit Google bzgl. Trading-Tagebücher:
Kennt jemand eines davon oder setzt es ein?
Trading Planner Diary / Professionell
http://www.adblue.de/trading_planner/trading_planner.htm
Das scheint die Profi-Variante zu sein…
Trading-Tagebuch von Software Muench
http://software.muench.de/
Hier noch eine kleine Übersicht von Börsen-Shareware/Freeware, die ich dabei gefunden habe:
http://www.s-a-ve.com/dyndata/17.htm
Ich selbst benutze davon den Aktienprofi und bin sehr zufrieden damit. Ich werde da mal ein bisschen herumstöbern…
Hallo zusammen,
an alle Interessierte
also so wie ich das sehe wäre mal ein ordentliches Tradejournal basierend auf Excel wirklich ein schönes Gemeinschaftsprojekt. Enthalten sollte es:
-Anzahl der eingegangenen Trades sowie Bezeichnung und Datum
-Anzahl Gewinner / Verlierer/ Nuller absolut und in %
- Durchnittlicher Gewinner/Verlierer in Geld und Punkten/Pips/Prozent,je nach Markt
- durchnittliche Dauer/Trade
-Erwartungswert = ( % Gewinner x durchschnittlicher Gewinner) – ( % Verlierer x durchschnittlicher Verlierer )
Das ganze mit Wochen und Monatsauswertung.
@Pierre
was meinst du dazu ? Könnte sich jeder Interessierte hier herunterladen und von vorne herein viele Fehler vermeiden.
Das problem ist doch wirklich es gibt kein einfaches Tool auf Deutsch, wo ein Anfänger, wo ich ja auch zu gehöre, problemlos einfach mal seine Trades einträgt und analysiert.
Gruß
Bailona
[...] 1. Leserfrage: Sollte ich es wagen professioneller Trader zu werden? [...]
Hallo Marvin,
Du bist auf jeden Fall schon auf dem richtigen Weg.
Man muss sich nur immer wieder vor Augen halten, das Trading ein Fulltimejob oder besser gesagt ein GESCHÄFT ist („Trading is a business!“) und sollte auch als solches aufgestellt werden. (Das soll jetzt nicht als Vorwurf klingen, schau auf den ersten Satz.)
Ich sehe da immer eine Parallele zum Tennis (oder von mir aus auch Fußball):
Es gibt einige gute Freizeitspieler (mit tollem Aufschlag oder einem Super-Lob), aber würden die gegen einen 1.- oder 2.-Ligaspieler antreten, wäre das Spiel ganz schnell vorbei.
Woran liegt es?
Ganz einfach an der professionellen Herangehensweise!
- Profis ordnen alles (!) ihrem Sport unter. (Stichwort: Besessenheit, Motivation.)
- Sie wissen, dass es nicht auf diesen einen (!) Gewinnschlag (entsprechend DEM Trade) ankommt, sondern dass ein Match lang ist und man nicht jeden Punkt gewinnen muss. (Um ein Match zu gewinnen muss man etliche Punkte, Spiele ja sogar Sätze machen.)
- Sie wissen, dass Verluste dazu gehören und IMMER vorkommen werden und man am Ende doch als Gewinner darstehen kann. (Es gibt also keine 100%-ige Trefferquote.)
- Sie spielen immer IHR Spiel, IHRE Taktik und werfen sie nicht jede Woche erneut über den Haufen. Nur so erreichen sie BESTÄNDIGKEIT und können an SICH arbeiten und Fehler ausmerzen, ansonsten würde es in einem heillosen Herumirren enden.
- Sie wissen, dass zu einem guten Spiel nicht nur der Aufschlag (also das Einstiegssignal) sondern noch viele andere Themen gehören, z. B. Stellungsspiel, Fitness, taktisches Denkvermögen, psychologische Gefestigtkeit/mentale Verfassung, passendes Arbeitsmaterial und Trainingspläne/Zielsetzungen. (Die Parallelen müssten zum Trading offensichtlich sein: Entry, Exit, MM, RM, Psychologie, Hardware, Software, Tradingtagebuch, Businessplan …)
- … Es gibt noch etliche Parallelen, versuch Dich mal hinein zu versetzen.
Mir würden für Dich auf Anhieb folgende Verbesserungen einfallen:
- Konzentriere Dich auf (D)EIN Signal!
Dieses muss zu Dir (!) passen und Du musst es im Schlaf beherrschen. So übersiehst Du kein Signal, verstehst es bis ins kleinste Detail, entwickelst eigene Automatismen und kannst somit REPRODUZIERBARE Ergebnisse erzielen ( = BESTÄNDIGKEIT = WICHTIG) und erlangst gleichzeitig SELBSTVERTRAUEN.
- Konzentriere Dich auf einige, wenige Märkte!
Nicht versuchen, den gesamten Aktienmarkt abzugrasen (das verwirrt nur). Aber auch nicht nur ein Underlying handeln, denn sollte mal ein paar Stunden/Tage kein Signal generiert werden, wird man schnell ungeduldig und (fehl)interpretiert die Kurse; daraus entstehen die Verluste. Merksatz von M. Voigt: Wir handeln Lieblingssignale, nicht Lieblingsmärkte! (Am Anfang sollten 2-3 Märkte reichen, später können dann gerne mehr dazukommen.)
- Führe ein Tradingtagebuch!
Als Trader bist Du ein Einzelkämpfer, im Gegensatz zu einer Fußballmannschaft steht man allein auf dem Platz und hat keine Mitspieler/Trainer, die einem beiseite stehen und Fehler aufzeigen. Also muss man sich selbst um die Fehlererfassung/-verarbeitung/-beseitigung kümmern. Und das geht nur über ein Tradingtagebuch. Dazu später noch mal mehr, aber es sollte neben den Entries und Exits (und deren Gründe) auch die mentalen Verfassungen hierbei enthalten. Parallel dazu ein Chartheft führen, in dem im Nachhinein die Trades eingezeichnet werden, das hat mir auch sehr geholfen.
- Vor- und Nacharbeiten sind das Wichtigste!
Wenn man sich das Trading wie ein Eisberg vorstellt, so ist das Warten auf ein Entrysignal, Einstellen der Orders, Überwachen des Trades und Schließen des Trades (also die Zeit „an der Börse“) nur die Spitze des Eisbergs. Der viel größere und vor allem wichtigere Teil liegt unter dem Wasserspiegel und stellt die Vor- und Nacharbeiten dar! Aufbereiten der Charts (vom großen zum kleinen Timeframe) und Eintragen von markanten Kursmarken/möglichen Entryzonen, führen des Tradingtagebuchs und des Charthefts, aber auch weiterer Research (welche Infos kann ich aus meinen Auszeichnungen ziehen, welche Fehler häufen sich, welche Signale/Timeframes/Märkte liegen mir mehr, welche Emotionen verursachen Fehler, welche Verbesserungen könnten zur Erhöhung der Effektivität vorgenommen werden) und natürlich weiterhin Selbststudium neuer Literatur, um neue Ideen/Ergänzungen zum eigenen Ansatz zu erhalten.
Viele Grüße,
Clint
Hallo Clint,
super Eintrag! Es würde mich interessieren, wie lange du bereits tradest und wie lange es gedauert hat, bis du profitabel wurdest. Gehe einfach einmal davon aus, dass jemand, der so einen Beitrag verfasst, schon länger profitabel im Geschäft ist
Successful Trading
Heinz
Chaka du schaffst es !!!!!!!!!!!!
theorie und praxis sind gerade beim traden weit auseinander – deswegen : ein guter trader verbringt seine freizeit sicher nicht in schwachsinnigen blogs die maximal zur unterhaltung taugen ….
Die Tradingtheorie und Markttechnik ist mit sicherheit je nach Zeitaufwand in 1-2 jahren gelernt – das Praktische Trading lernen die meisten nie – dann geben sie seminare oder schreiben Bücher oder wenn das alles nicht klappt schreiben sie schlaue postings..
Forget it aus dir wird kein tarder – bleib bei deinen job !
Man kann im leben nicht alles werden …so wie sich manche nicht zum Zahnarzt eignen so manche eben nicht zum tarder ..warum ??? die eigene Psyche kann man zwar modifizieren aber nicht grundlegend ändern –
Das grundlegenste was ein trader braucht ist eine richtige psycholgische grundeinstellung und die fehlt den meisten -die bekommst du nicht mit lesen von marktpsychologischen büchern hin …die bringst du mit ( oder vielleicht gehts auch mit elektroschocks)
have nice day
@schnuppe: Sorry, aber was soll Dein sinnloses, destruktives Posting?
Und wenn das hier Ironie gewesen sein soll, dann setz’ doch nächstes Mal zur Verdeutlichung einfach ein großes ‘I’ für Ironie dahinter, sonst erkennt das nämlich keiner…
Marvin
sorry keine ironie – blanke wahrheit ! reiss den text nicht aus dem zusammenhang !
Ich habe gestern “The Pursuit of Happiness” mit Will Smith gesehen. Mal wieder.
Zu deutsch: Das Streben nach Glück.
Da gibt es eine Szene da redet der Vater mit dem Sohn und sagt:
“Wenn Menschen etwas nicht können, dann wollen sie dir immer weiß machen, dass du es auch nicht kannst. Lass dir von niemanden weiß machen was du kannst und was du nicht kannst.”
Mal ehrlich. Woher kann “schnuppe@quatsch.de” deine Fähigkeiten oder dein mentales Setup einschätzen?
Glaubst du, dass “schnuppe” die richtige mentale einstellung mitbringt oder entwickelt hat, wenn er solche postings verfasst?
und kannst du dich noch an das curtis faith interview erinnern? da hat er gesagt, dass gutes trading so langweilig ist, dass er die meiste zeit ping pong spielte oder steven king gelesen hat. also, gute Trader “dürfen” auch blogs nur zur unterhaltung lesen
@pierre
der absatz is für dich:
Die Tradingtheorie und Markttechnik ist mit sicherheit je nach Zeitaufwand in 1-2 jahren gelernt – das Praktische Trading lernen die meisten nie – dann geben sie seminare oder schreiben Bücher ….
Eine ganze Branche inkl. dir – lebt ja davon das jeder trader werden kann also kommt mein posting eher schlecht….solange neue schafe nachkommen dreht sich der kreis…
Wie oben erwähnt benötigt man für eine Traderkarriere einiges an psychischer veranlagung, das liest sich m.M. aus dem obersten Posting nicht heraus. Wenn ich schon einen drittklassigen Blog brauche um meine entscheidung zugunsten oder dagegen zu fällen wird es eher nichts –da sollte er mir für den tipp den aktuellen job zu behalten noch danken.
Ich bringe nur etwas schatten auf den sonst “du kannst alles werden ” sonnigen Traderhimmel.
Realtät schmerzt !
“und kannst du dich noch an das curtis faith interview erinnern? da hat er gesagt, dass gutes trading so langweilig ist, dass er die meiste zeit ping pong spielte oder steven king gelesen hat. also, gute Trader “dürfen” auch blogs nur zur unterhaltung lesen ”
mein posting ”
theorie und praxis sind gerade beim traden weit auseinander – deswegen : ein guter trader verbringt seine freizeit sicher nicht in schwachsinnigen blogs die maximal zur unterhaltung taugen …. ”
where is the difference ???
wer die bedeutung der zusammnenhängenden buchstaben erkennen kann is klar im vorteil ;=)
unterhaltungswert ist klar da !
Mal ehrlich. Woher kann “schnuppe@quatsch.de” deine Fähigkeiten oder dein mentales Setup einschätzen?
Glaubst du, dass “schnuppe” die richtige mentale einstellung mitbringt oder entwickelt hat, wenn er solche postings verfasst?
Und was ist wenn ich es aufgrund Erfahrung kann ??
@schnuppe
du kannst alles werden. die frage ist nur: bist du bereit die schmerzen von 2-4 jahren auf dich zu nehmen.
Da schmerzt die Realität nämlich wirklich.
Ich würde mir aber nie herausnehmen zu sagen, dass jemand etwas nicht probieren soll, wenn er es denn tun will. Egal ob Trading, Sport, Musik, ich weiß nicht was.
Wie gesagt, ich denke dass deine mentale Verfassung nicht die eines konstant profitablen Traders ist. (noch?) Also wäre ich auch mit Ratschlägen Vorsichtig und würde nicht Verzweiflung und Frust auf andere transportieren. (Ich spreche hier von dem Rundumschlag auf mich, Blog-Qualität, und Ambititionen von Lesern.)
Wie gesagt, ich habe nichts gegen Kritik und andere Meinungen. Keineswegs. Sie sind der Nährboden für eine gute Diskussion.
Aber bitte immer sachlich und fachlich bleiben, weil sonst haben wir hier auf daytrading.de die gleiche infantile inhaltslose Zankerei wie in vielen Foren. Und solche Diskussionen haben dann wirklich keinen Nutzen mehr…
Und ich freue mich, dass dies hier bei diesem drittklassigen Blog, nicht so ist.
Bitte mach das nicht kaputt! Es war und ist viel Arbeit!
Danke!
Pierre
Was mich jetzt noch interessieren würde schnuppe ist:
1. Welche mentalen Eigenschaften kann man deiner Meinung nach nicht “lernen”? Welche mentalen Eigenschaften muss man mitbringen, um erfolgreich zu sein?
2. Warum kann man diese mentalen Eigenschaften nur schwierig entwickeln? Wo sind die Hindernisse?
3. Was hat dir in deiner persönlichen Entwicklung geholfen, diese Hindernisse zu überwinden?
;=) sorry, vielleicht ist mein schreibstill etwas provokant…werde etwas zurückschrauben.
Provokant oder dir unangenehm bedeutet jedoch nicht zwangsweise Frust meinerseits ! Ein schlag schmerzt nur wenn er trifft ;=)
Zunächst ist es mir wichtig klar zu stellen das ich niemanden die Aussicht auf ein Traderleben im Luxus vermiesen möchte !
Es gibt jedoch Punkte die in der menschlichen Psyche bzw. Charakter derartig verankert sind die einen Erfolg im Trading stark in Frage stellen.
Wie man zu seinem Charakter kommt kann sich jeder vorstellen – kann man sich auch vorstellen diesen grundlegend zu verändern, damit er für die glückliche Traderzukunft passt ?
Einer dieser Punkte passend zu dem Beispiel ist “Entscheidungsfreudigkeit” – z.b. wie treffe ich entscheidungen,wie lange brauche ich dafür usw… – (sieht so aus als ob marvin hier bereits probleme hat) kann sein das es wirklich noch etwas zeit braucht, kann sein das es nie so richtig wird …die allg. traderausfallsquote spricht für 2teres
Es kann leider nicht jeder alles werden – möchtest du von einem Arzt operiert werden der kein Blut sehen kann ??
Meiner Meinung nach kann man nur ein erfolgreicher Trader werden wenn man gewisse mentale Grundvoraussetztungen mitbringt – diese kann man verfeinern – leicht korrigieren aber das man sie von komplett neu erlernt ist eher unwahrscheinlich – dazu müsste man sein Gehirn/Bewusstsein/Charakter reseten und neu prägen.
Die mentalen hautprobleme sind in einschlägigen Tradingpsychologiebüchern wirklich ausreichend beschrieben wie z.b:
nicht aus fehlern prompt lehren ziehen
Inkonsequenz, Faulheit, Trägheit, Sicherheitsbedürfniss/ Risikobereitschaft
Unfähigkeit schnelle Entscheidungen zu treffen, mangelnde Selbstdiziplin usw…
Hindernisse sind klar die Prägung durch Erziehung,Schule bzw. Umgebung im Kindes/jugendalter – auch erbliche faktoren
wenn man angenommen 30 Jahre sein leben gelebt hat ist es ein irrglaube man könne sich falls notwendig um 180 grad drehen – deswegen auch die Traderausfallsquote
was bedeutet es das so viele angehende Trader nach den 1 jahr ausfallen ?
die wenigsten fallen mangelst trading know how aus – die meisten wegen mentalen defiziten was uns wieder dazu führt das es sehr sehr schwierig ist die eigene psyche in das Traderleben zu transformieren.
Ich persönlich bin der ansicht das je früher man den faulen Zahn erkennt desto weniger schmerzt es – (oder : je früher man merkt das es die falsche richtung beim trade ist)….
deswegen muss ich mich auch fragen ob ich überhaupt der typ zum traden bin – je früher ich das verifiziere oder nicht desto geringer meine verluste (geld,job,haus,partner usw..)
Traden ist kein Job -es ist eine Lebenseinstellung welche man nicht von heute auf morgen ändert. Klar tradet man des geldes wegen aber nicht ausschlieslich und da kommt eben die psychische Grundeinstellung ins spiel -kann ich ein guter trader werden wenn ich schnelle riskante enstcheidungen nicht mag ?
Ist wie gesagt nur meine meinung und weder durch frust noch geltungsbedürniss beeinflusst.
greetings
Hi schnuppe,
kein Problem, schwamm drüber. Jetzt haben wir ja einen “produktiven” Beitrag von dir!
Und ich möchte mir auch die Zeit nehmen jetzt kurz dazu Stellung zu beziehen:
Deine Punkte sind alle richtig. Und sind nicht nur der Grund warum so viele Trade ausscheiden, sondern auch der Grund dafür warum die meisten Start-Ups nach 3 Jahren in Konkurs gehen.
Erfolgreiches Unternehmertum basiert darauf, dass man
–> aus seinen Fehlern lernt
–> Eigenverantwortung übernimmt
–> Eine Strategie entwickelt die zum Umfeld passt
–> Seine Strategie im Verlustfall verwerfen muss
–> Strategien die funktionieren, ausbauen muss
–> Man nicht im vorhinein sagen kann was funktioniert und was nicht – man muss probieren
–> Konstanz und Konsequenz sein “Ding” durchzuziehen.
Ich würde nicht soweit gehen um zu sagen, dass jemand der langsam in der Entscheidungsfindung ist nicht traden kann. Nein, er muss eine Strategie finden die zu ihm passt. (Wie wäre es mit langfristiger Trendfolge am Wochenchart)
Mangelnde Entscheidungsfreude kann aber bei Anfängern auch aus Unsicherheit her rühren. Sie haben noch kein Vertrauen in ihre Strategie entwickelt, was noch nicht auf ein Defizit in der mentalen Verfassung hindeuten muss. Sondern einfach nur mangelnde Erfahrung aufzeigt (solange die Bereitschaft zu Lernen da ist, ist das eine gute Charaktereigenschaft.)
Du hast schon Recht, wer ein “Angestellten-Mindsetup” hat, wird auch nicht als Trader – der pursten Form des Unternehmertums – erfolgreich sein.
Deswegen poste ich auch immer Listen, die darauf fokussieren was man tun sollte:
http://www.daytrading.de/blog/2007/10/03/die-12-gesetze-des-erfolgreichen-tradings/
http://www.daytrading.de/blog/2007/07/26/38-schritte-um-ein-erfolgreicher-trader-zu-werden/
Happy Trading,
Pierre
@Schnuppe:
Also, ich bin nicht so ‘gutmütig’ (oder sagen wir besser ‘nachsehend’) wie Pierre…
Ich finde Deine Aussagen nur noch lächerlich, obwohl auch mal was Sinnvolles dazwischen versteckt ist, so dass man sie nicht komplett in die Tonne treten muss. Mit welcher Dreistigkeit Du hier Deine Beleidigungen und Unterstellungen raushaust (gegen den Blog, gegen Pierre selbst und natürlich auch gegen mich als Leserbrief-Autor), ist wirklich frech. Zudem haftet Deinen Aussagen so etwas Endgültiges an, so, wie wenn Deine Meinung die eine ultimative Wahrheit wäre… Sowas ist für mich pure Arroganz!
Kleine Beispiele gefällig?
Sag’ mal, in welcher Zelle lebst Du denn? Warst Du in den letzten Jahren (!) mal unter Menschen und hast Dich normal unterhalten?
Das wäre dringend angeraten und zwar drastisch… aber ich schätze mal, dass dieser ‘Schreibstil’ absichtlich gewählt war, schließlich wolltest Du ja provozieren und eine Reaktion verursachen. Das hast Du ja geschafft…
Wie kommst Du denn auf die Idee, dass ich nicht entscheidungsfreudig bin? Nur, weil ich mir verschiedene Meinungen zu einem Thema anhören will, BEVOR ich eine wichtige Entscheidung treffe? Und hier gings gar nicht um eine beliebige Trade-Enscheidung, sondern um eine Lebensentscheidung, die ich jedenfalls nicht einfach mal so treffe. Wenn das für Dich ‘nicht entscheidungsfreudig’ ist, dann ist das Deine Meinung, aber nicht meine…
Eines ist für mich nach Deinen Postings jedenfalls klar: auf solche ‘Meinungen’ (oder soll ich sagen Beleidigungen und wilde Vermutungen/Unterstellungen) wie Deine kann ich weiterhin sehr gut verzichten…
@Pierre:
Sorry für den unsachlichen Kommentar meinerseits. aber das ging mir doch zu weit. Ich wollte mich eigentlich nicht auf dieses Niveau begeben. Ich will hier auch keine verbale Schlacht o.ä. beginnen (und schon gar nicht in Deinem Blog), daher werde dazu nichts mehr schreiben, sondern ihn/sie einfach ignorieren.
Marvin
[...] Noch ein kleiner (persönlicher) Kommentar zu Deinem (nicht ganz neuen) Blog-Eintrag bzgl. der Projekt-Debatte, als Ergänzung zu meiner damaligen Anfrage “Sollte ich es wagen, professioneller Trader zu werden?“: [...]
[...] Leserfrage: Sollte ich es wagen professioneller Trader zu werden? Interessant sind auch alle Antworten darauf. [...]