Es ist soweit, dass web 2.0 wird auch in die Deutsche Trading-Community Einzug erhalten. Während viele den Trend immer mehr zu verpassen scheinen und weiter auf klassische Internet-Inhalte setzen, hat ein BigPlayer das Heft in die Hand genommen und TradingBird.de gestartet. Na gut, gestartet ist es noch nicht, denn der offizielle Start ist erst “im Frühjahr 2008″.

Hier gibt es ein Video das erklärt, was TradingBird sein wird.

(Mir stellt sich die Frage. Wie soll TradingBird.de sich im web 2.0 etablieren, wenn man das Video nicht einbinden kann? Also bitte auf den Link klicken, um das Video zu sehen.)

Die Idee klingt soweit ganz gut, und ich habe mich mal als Beta-Tester angemeldet (noch ist keine Antwort gekommen.) Auf der TradersWorld wird TradingBird.de übrigens auch vertreten sein.

Die Idee ist wie gesagt gut, doch es gibt einige Fallstricke auf die Betreiber achten müssen:

a.) Wie verhindert man Stockspam und Frontrunning?

b.) Werden wieder die “besten Trader” rein nach Performance gewertet? Also wieder die, die sich so viele Accounts wie möglich machen und dann ihr gesamtes “Geld” in irgendwelche abgedrehten Optionsscheine stecken? Dann funktioniert das 1x von 25x (sonst wird der Account wieder gelöscht, man hat ja nix verloren) – und fortan ist “SuperTrader007″ mit +3000% Plus Rangerster. Davon hat niemand was – nichtmal Supertrader007.

Also, wie gesagt, das Projekt hat viel Potenzial. Aber wenn es einfach eine Plattform für Broker wird, um Kunden zu werben (Freunde einladen heisst das bei web2.0 dann), oder andere Krankheiten von klassischen Communities auftauchen, dann wirds wahrscheinlich floppen.

Aber ich bin in der Hoffnung, dass onVista Strategien haben wird, um so ein Verhalten zu unterbinden.

Natürlich sollte eine Community wie diese einen USP haben. Also etwas besonderes, das die Sache besser macht als eine alte Community. In den USA hat sich www.stockpickr.com etabliert, weil man dort die Portfolios von Warren Buffett, George Soros, Jim Rogers, und großen HedgeFonds einfach einsehen kann. Das hat natürlich einen Mehrwert gegenüber den Optionsscheinszockerrein des fiktiven SuperTrader2007.

Doch sind deutsche Vermögensverwalter für diese neue Art des Börsenhandels bereit? 100% Transparenz, um Vertrauen zu schaffen? Ich nehme an – noch nicht. Wir sind mal wieder hinten nach, aber zumindest schon mal fleißig am kopieren.

Aber ich will jetzt nicht kritisch und zynisch werden, bevor die Community überhaupt startet. Auch ich lasse mich gerne positiv überraschen!

(Sharewise.de und Brokr.de sind Konkurrenten, aber das ist noch Alpha- und nichtmal Beta-Phase.)


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