Ich erzähl’ ja gern aus meinem Leben. Sein es private Sachen oder mein Dasein als Trader. Worüber ich allerdings kaum spreche ist meine Funktion als Blogger, Autor, Referent etc. Kurzum: alles was ich in der Öffentlichkeitsarbeit tue, tue ich zwar, aber über den Prozess rede ich kaum bis gar nicht. Das möchte ich heute ändern.
Das größte Problem das man beim Schreiben / Sprechen hat ist die Zielgruppe. Obwohl zwar stets alle am Thema Trading interessiert sind, so ist die Entwicklungsstufe der Zuhörer noch nie bei allen die gleiche gewesen. Das Buch wird eben von Anfängern, Fortgeschrittenen und auch Profis gelesen. Selbiges gilt auch für den Blog – ja, sogar für die Intensiv-Seminare die ich mache. Jetzt stehe ich öfters vor einem Problem: wie gestaltet man den Inhalt so, dass er für jede Lesergruppe interessant ist, ohne eine bestimmte Gruppe dabei auszuschließen? Und wie kann ich die Zuhörer schnell einschätzen, um auch die passenden Inhalte zu liefern, dass niemand unter- bzw. überfordert ist?
Beim Blog lässt sich dieses Problem eigentlich einfach lösen. Hier kann man ja unterschiedliche Themengebiete abdecken, und so versuchen für jeden etwas schmackhaftes zu präsentieren. Bei einem Buch wird es schon etwas schwieriger – und bei einem Seminar ist die Herausforderung am Größten.
Das Interessante an der Sache ist, dass ich gelernt habe meine Gesprächspartner extrem schnell zu kategorisieren. Wenn mir nur 1 oder 2 Fragen gestellt werden, kann ich mit 95% Sicherheit sagen, ob mein Gegenüber ein Anfänger, Fortgeschrittener oder ein Experte ist. Dazu habe ich folgendes Filtersystem:
1.) Anfänger interessieren sich für den Entry2.) Fortgeschrittene interessieren sich für den Exit
3.) Experten interessieren sich für die Positionsgrößenbestimmung (Money-Management) und das Portfolio Risiko (Risk-Management)
Also, was interessiert dich am meisten? Dann weißt du ungefähr, wie weit du im Trading bereits fortgeschritten bist (unabhängig von deiner bisherigen Performance).
Traden lernen:








Na das ging aber schnell; kaum war dieser Post online, hat ihn Brett Steenbarger schon in seinen Blog gestellt.
http://traderfeed.blogspot.com/2008/02/views-for-market-tuesday.html
Die Übersetzung ist zwar etwas holprig, aber man versteht worum es geht
Ein Vorschlag zur Erweiterung dieses Schemas:
0.) Völlige Newbies interessieren sich dafür, wieviel Prozent man im Jahr machen kann.
….
4.) Fortgeschrittene Experten interessieren sich für komplette Systeme und das Zusammenspiel zwischen Entry, Exit, MM/RM, usw…
5.) Master Trader interessieren sich dafür, was ihr ‘Edge’ ist und wie sie diesen halten und ausbauen können.
sehr gute Ergänzung! Danke!
@ Ascag:
Richtig.
Lässt sich sogar noch auf die Spitze treiben.
6.) Top Trader interessieren sich für mentale Übungen/Zustände, um ihre Trading-Aufmerksamkeit zu erhalten, da ihr Trading bereits so erfolgreich ist und sie mit so wenig Emotionen darangehen, dass es für sie schon (fast) langweilig geworden ist.
Na da bin ja baff, ich bin alle Kategorien gleichzeitig, ich interessiere mich tatsächlich für alle Punkte (0-5) nahezu gleichermassen.
Jetzt erklärt’ mir doch bitte mal einer …
1. wie Scalper (oder Kurzfristtrader
achtung auf die sonderzeichen.
keine HTML Klammern verwenden, sonst wird der Text abgeschnitten, weil der Blog sonst glaubt du willst was in HTML sagen (also kein größer als Zeichen oder kleiner als Zeichen)
Top Trader haben Ihr System fest im Griff, und interessieren sich vorallem für Dinge die nichts mit dem Business zu tun haben !
Lg, Kay
Das stimmt allerdings auch wieder. Master Trader interessieren sich wohl wirklich eher für andere Dinge als Trading. Das Interesse für die Märkte schwindet mit der Zeit.
Curtis Faith ist beispielsweise politisch engagiert, und interessiert sich kaum noch für Trading.
Ed Seykota ist spirituell geworden…
Wieder andere beginnen zu musizieren
Aber solche Leute stellen ja auch keine Trading-Fragen mehr
Ich hatte tatsächlich ein kleiner-Zeichen … mmmh.
Ok, egal also ich finde einfach das die Sätze 0-5 jeweils um das Wort -nur- ersetzt werden sollten, da die die Gewichtung von Entry, Exit und Positionsgröße stark vom Timeframe abhängt.
Für Scalper und Kurzrist-Trader sind Entry und Exit gleichermassen wichtig, die Postitionsgröße bestimmt das Risiko und umgekehrt, auch hier sehe ich eine Gleichgewichtung.
Für Postion- und Swingtrader kann man das getrost so stehen lassen.
Gruß Aurelius
@ Kay:
Ja, genau das meinte ich mit “langweilig” geworden.
George Pruitt sagte mal, dass es ihn manchmal in einer Phase Langerweile überkommt und er neben seinen erfolgreichen Systemen einfach mal ein bißchen diskretionär/händisch tradet.
Natürlich auf einem kleinen Extra-Konto.
Diese Phase dauert wohl auch gar nicht so lange, da er schnell “wieder geheilt wurde”.
Anders beschrieb es mal Curtis Faith:
Mit seinem (durch erfolgreiches Trading erworbenen) Kapital gründete er verschiedene Unternehmen.
Und wenn es nicht so lief und er wieder frisches Kapital benötigte?
… Na dann musste er halt wieder ein bißchen ran und es mit Trading wieder aufbessern. (So als wäre es soetwas von langweilig/lästig/ …)
Grüße,
Clint.
Pierre unter Analysen ist eine vom 17.03.08 ?! Tipp Fehler?