Nachdem gestrigen Post der Excel-Tabelle zu CFD-Brokern hat Marvin noch einen sehr guten Kommentar geposted. Naemlich, dass man die Zahlen so wie sie hier zwar stehen, nicht zu 100% fuer voll nehmen kann.

Denn es entstehen bei jedem Broker Slippage-Kosten, auch wenn man keine Derivate sondern direkt den Basiswert handelt. Die Qualitaet der Execution bestimmt ueber die Qualitaet des Brokers: denn im Endeffekt ist das die Hauptaufgabe des Brokers: eine saubere Execution zu den vereinbarten Konditionen in den AGBs.

Die Tabelle hat mal wohl wieder einen Nerv unter den Lesern getroffen. Ich erhielt folgende eMail:

Hallo lieber Arbeitskollege,

ich weiss garnicht wie ich recht anfangen soll.Ich schreibe heute mal eine mail da das Thema Cfd´s hier gern behandelt wird und gerade ein Brokervergleich ansteht. Ich habe nun fast 1 Jahr Cfd´s bei einem großem Cfd-Broker gehandelt und finde es ungeheuerlich wie dieser mit seinen Kunden umgeht. Ich war bei diesem Broker anscheinend so erfolfgreich das dieser irgendwann anfing mir meine Kurse ständig neuzuquotieren.

Verärgert wie ich war suchte ich in einem Forum den austausch zu anderen Tradern.Was ich dort von vers. Menschen zu hören bekam war unglaublich.Jeder dieser Menschen der bei diesem Broker
erfolgreich handelt, bekommt anscheinend einen ganz Speziellen Acount. (Keine Marketorders mehr möglich). Wiederrum in einem anderen Forum las ich ein Posting eines Teilnehmers der trotz dieses Acounts weiterhin sehr erfolgreich war.Nicht lange! Denn er schrieb das nun bestimmte Märkte für ihn sogar ganz gesperrt wurden.

Ist es möglich das spezielle Cfd anbieter durch die alte Regel 90% der Menschen verliert Geld ihre Gewinne maximieren ? Man müsste ja nur noch die 10% der Erfolgreichen ausbremsen und schon rollt der Rubel ? Es wäre ein riesen Skandal!

Wie denken sie über meine Gedanken? Wieso bremst dieser Anbieter seine Erfolgreichen Kunden aus?

Ich habe nie bei einem Broker gearbeitet und habe deswegen leider auch nicht mehr Informationen als ihr. Natuerlich sind mir all diese Geruechte bekannt. Und wenn auch oft die Schuld von verlierenden Tradern zu Unrecht auf den Broker geschoben wird, so habe auch ich schon Dinge gehoert, wo ich mich doch frage ob es immer mit rechten Dingen zugeht. (Aber oft ist der Trader auch einfach selbst schuld)

Einen “Skandal” kann ich nicht ausmachen. Aber dennoch sind die Slippage-Kosten bei einigen OTC-Anbietern deutlich hoeher als die vergleichbaren XETRA-Spreads. Das laesst sich mit einem Screenshot wie diesem hier schnell belegen:

Spreadvergleich zwischen MarketsPro (OTC) und PureDeal (DMA)

Man sieht, der Spread kann sehr hohe versteckte Kosten haben. Marvin hat in einem Kommentar sogar geschrieben:

Ich habe bei allen Nicht-”Live” Kursen großzügigerweise einen Default-Spread-/Slippage-Faktor von 0,15% aufs Handelsvolumen angesetzt. Aber das sollte jeder selbst wissen, ob er/sie dies so verwenden will oder nicht. Ich finde nicht, dass man die Spread/Slippage-Kosten so hoch ansetzen sollte bzw. man diese Kosten in die Berechnung der TA-Kosten einfach so miteinfliessen lassen kann. Es kommt mE nämlcih stark darauf an, wie man handelt (z.B. Orderausführung) und z.B. auf welcher Zeitebene (z.B. Minutencharts, Tagescharts,…) man tradet.
Kleines Beispiel: wenn ich auf dem 15min Chart handle, sind die Spreads wegen den relativ kleinen Bewegungen im Kurs sehr wichtig und relevant, wenn ich auf dem Tageschart handle, ist es dagegen nicht so bedeutend, ob man den CFD z.B. für 15,37 oder 15,5 gekauft hat (klar, das wirkt sich auf die G/V aus, aber es spielt nicht so die Rolle). Zur Orderausführung z.B. ist es auch ein Unterschied, ob man Market-Orders benutzt (dann spielt der Spread auch wieder eine größere Rolle) oder man generell Limit- und Stop-Orders benutzt (z.B. ich kaufe einen CFD mit Limit x, dann ist mir egal, wie der Spread gerade ist, denn entweder komme ich in den Trade oder eben nicht, aber zahlen tue ich maximal das Limit. Dann habe ich ggf. nur den Nachteil, dass ich nicht zum Zuge kam, weil gerade der Spread so groß war…).

Theoretisch würde ich selbst den Spread als gleichberechtige Kosten nur dann ansetzen, wenn ich einen Titel kaufe und quasi sofort/unmittelbar anschließend wieder verkaufen will. Aber das kommt auf meiner Handelszeitebene nicht vor. Beim kürzeren Zeitebenen wie daytrading ist das aber was anderes (s.o.).

Ich persoenlich finde den Wert von 0,15-0,17% durchaus einen realistischen Wert, den man so zur Berechnung heranziehen kann.




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