Diese Zeilen tippe ich euch wieder aus dem guten, neuen, Australien. Nach 25h Reisezeit geniesse ich nun wieder den Luxus, dass der Markt erst um 17:00 eroeffnet. Die Zeitzone ist eigentlich sensationell. Wenn da heute nicht der verdammte Jetlag waere… Aber kommen wir zum Thema.
Wir wissen ja alle, dass ich mit einer Verlustserie kaempfe. Nun, ich moechte jetzt nicht abschweifen in eine Diskussion ueber Benfords Gesetz, und wie wir Menschen eben diese Serien unterschaetzen. Doch man kann das Endresultat nicht schoen reden, denn am Ende wird meine gesamte Arbeit nach der Performance bewertet. Und am Ende des Tages ist es auch egal, ob man gute Strategien, gutes Money Management etc. hat – wenn nichts bei rum kommt, war die Arbeit quasi umsonst.
Jeder der einen Trading-Blog oder einen Boersenbrief verfolgt, oder gar sein Geld einem Vermoegensberater oder Hedge-Fonds Manager anvertraut, der sollte wissen auf was er sich einlaesst.
Der Big Picture Blog hat eine kleine Liste veroeffentlicht, von Fragen die man sich Stellen sollte, bevor man irgendjemand vertraut. (Mir bitte sowieso nicht. Kein Trade hier ist eine Empfehlung. Sage ich sicherheitshalber wieder dazu.)
1. Was war die Erwartungshaltung deines Vermoegensverwalters fuer 2008? Und wie hat diese Erwartung sich in der Realitaet manifestiert?
2. Wie vergleicht sich die Performance des Advisors zu dem Referenzmarkt? Wie kam eine Out- oder Underperformance zu stande?
3. Wie war die Erwartungshaltung des Advisors zur Wirtschaftslage?
4. Hat der Advisor im Angesichts eines sich aenderenden Marktumfeldes seine Strategie gewechselt? Wenn er es nicht getan hat, warum nicht?
5. Gab es eine Uebergewichtung einer Einzelaktie oder eines Sektor? Hat der Advisor sich an alle Stopps gehalten, oder haben sich Verluste systematisch ausgebaut? Hat man im Verlust nachgekauft?
6. Isst der Advisor sein eigenes Essen? Sprich, hat er dieselben Investments mit meinem Konto getaetigt?
Ich kann einige der Fragen fuer meinen Teil ziemlich schnell beantworten.
Erstens, hier der Chart den ich zu Jahresbeginn geposted habe zum DAX.
![]()
Doch eines ist klar: Wenn der DAX
unter die 6000 Punkte fällt, dann schaut es übel aus. Bis dahin muss
man mit Seitwärtsstrategien arbeiten, und einen Ausbruch in die eine
oder in die andere Richtung abwarten. Wenn der DAX ein neues Alltime
High macht, dann knallts. Wenn er jetzt unter 7500 fällt, dann ist der
Weg bis 6000 frei.
– 7. Jan, 2008
2. Underperformance zum DAX. Definitiv, um gute 10% derzeit.
3. Habe ich nicht, werde ich nie haben. Ich handle nach Charts
4. Nein, die Strategie ist nicht gewechselt worden. Wird sie auch weiter nicht. Fehler war, nicht gleichzeitig Longs und Shorts zu haben. Strategie aendert sich langsam von schnellen Pyramiden, hin zu Trailing Stopps.
5. Nein
6. Ja, privat handle ich die gleichen DAX Titel. Allerdings ist DAX auch nur ein Teil meines Tradings. Ich handle noch Werte aus dem S&P wenn ich in Europa bin, und Australische Titel, wenn ich in Australien bin. Dennoch, auch in dem Konto bin ich in Minus. Allerdings dank eines groesseren Kontos nicht so weit, weil die Transaktionskosten nicht einen so hohen Teil ausmachen.
Aber mich kennt ihr ja sowieso. Also wenn ich etwas bin, dann transparent. Doch koenntest du die Fragen auch fuer den Fonds beantworten in den du dein hart verdientes Geld investierst? Wenn nein, wieso nicht?
Traden lernen:








Bitte erkläre einem Nicht Mathematiker wie mir, was Deine Verlustserie mit Benford’s Gesetz zu tun haben soll.
Thnx !!
http://paul.kedrosky.com/archives/2008/07/21/hedge_fund_test.html
Das lasse ich Paul Kedrosky fuer mich machen
Vielen Dank für den Link. Beantwortet den Zusammenhang Deiner Returns mit der Thematik jedoch nicht. Vielleicht kannst es in eigenen Worten mal erklären. Danke
hallo.
also, ich kenne meinen anlageberater sehr gut, kenne seine strategien.
einige fakten:
1) alle investments werden über cfds abgewickelt
2) gehandelt werden devisen, rohstoffe, aktien, indizes
3) mehrere strategien werden angewandt: buy and hold, daytrading(z.b. gaps), trends werden gehandelt, mechanische handelssystem im devisenhandel, langzeitinvestments…
4) erstes halbjahr 2008: perf. +18%
lg