Wenn du auf das Cover links klickst, dann kommst du zu der Online-Version des Buches von Prof. Faltin.
Hier ein kleiner Text aus der Einleitung:
“Eigentlich muss man verrückt sein, wenn man Unternehmer werden will: Zwölf bis 14 Stunden pro Tag müsse man arbeiten, kein Urlaub in den nächsten Jahren, wenig oder kein Privatleben mehr. Man riskiert, Freunde oder Partner an weniger gestresste Menschen zu verlieren. Morgens im Büro der Erste, und abends der Letzte. Von Buchhaltung sollen Sie was verstehen und von Bilanz. Vom Steuerrecht müssen Sie Ahnung haben, vom Unternehmensrecht, vom Arbeitsrecht, aber auch vom Vertragsrecht. Personal sollen Sie führen können. Und auch mit den Finanzinstitutionen sprechen und geschickt verhandeln. Natürlich müssen Sie gutes Marketing betreiben, Ihren Laden instand halten und scharf kalkulieren. Risiken kommen auf Sie zu, und zwar zuhauf. Überhaupt: Ihre Überlebenswahrscheinlichkeit im Markt liegt bei weniger als 50 Prozent. Manche Studien sagen, dass sogar 80 Prozent der Gründer spätestens nach fünf Jahren gescheitert sind. In Aussicht steht also ein Bankrott – jedenfalls statistisch – für all die wahnsinnigen Mühen, die eben aufgezählt wurden. Um es im Klartext zu sagen: In unserer Gesellschaft und bei dem hohen Niveau von sozialstaatlicher Fürsorge, das wir erreicht haben, muss jemand eigentlich verrückt sein, wenn er ein eigenes Unternehmen gründet.”
Ist es fuer Trader nicht das gleiche, nur 100x schlimmer?
Der Best-Practice Business-Blog, ueber den ich auf dieses eBook aufmerksam wurde, hat einen weiteren tollen Einwurf gemacht:
Trotzdem wagen es immer wieder Menschen, ihr eigenes Unternehmen zu gründen. Und manchmal schreiben sie ein fast unglaubliche Erfolgsgeschichte. Ist das Zufall oder alleine das Ergebnis harter Arbeit? Manchmal sicherlich. Aber häufig ist es das Ergebnis von viel Gehirnschmalz. Ideen gibt es zwar wie Sand am Meer. Allerdings aus der Idee ein rundes, erfolgsversprechendes Ideenkonzept zu entwickeln, stellt in der Regel eine große Herausforderung dar. Ich persönlich sage immer zu meinen Gründern: Alle Probleme die Ihr nicht gelöst habt, bucht Ihr auf das Konto: “Verbindlichkeiten”. Wenn man Ideen richtig durchdenkt, wird meist gar nicht viel Kapital benötigt. Prof. Faltin sieht das ähnlich. Aus seiner Sicht sollten drei Prinzipien bei der Lösung des “Ideen-Puzzles” beachtet werden:
- Skalierbarkeit (Vervielfältigung der Leistung)
- Einfachheit
- Risiken minimieren
Mit der Einfachheitsregel bricht er mit der Lehrbuchmeinung. Viele meinen, dass man nur mit komplexen Ideen oder Erfindungen nachhaltigen Erfolg hat. Dabei sind meist die einfachsten Ideen die erfolgreichsten. Dafür braucht es aber meist ein radikales Neudenken und den Mut, die gewohnten Denkbahnen zu durchbrechen. Faltin hat dies mit seiner Teekampagne selbst bewiesen. Eigentlich ist seine Idee simpel, den Tee direkt am Ursprung einzukaufen, alle Zwischenhändler auszuschalten und in Großpackungen direkt an die Endkunden zu verkaufen. Trotzdem haben ihn vor mehr als 20 Jahren, als er die Idee umsetzte, für unerfahren und unwissend gebrandmarkt. Denn damals ging der Trend zu immer kleineren Verpackungen. Und auch beim Thema Risiko bricht er mit der üblichen Meinung, dass man hohe Risiken eingehen muss, um überdurchschnittlich erfolgreich zu sein.
Auch bei Tradern gelten diese 3 Punkte fuer Erfolg.
Skalierbarkeit = wachsendes / schrumpfendes R (Zinseszinsen im Gewinnfall)
Einfachheit = einfaches System mit klaren Regeln
Risiken minimieren = logisch
Wen es interessiert, wie gesagt, hier kann man grosse Teile des Buchs online lesen…
Traden lernen:








Ist es fuer Trader nicht das gleiche, nur 100x schlimmer?
Naja als Einzelunternehmer mit ein paar Angestellten ist der Verwaltungsaufwand sicher höher, vor allem dieser ganze lästige Sozialbereich.
Wer als Trader arbeitet nicht gern ein paar Stunden länger am Tag, dafür das er dann eigenständig entscheiden kann … ohne das er andere Mitarbeiter pflegen muss.
Selbstständigkeit ist hart, aber das ist doch das Leckere – die Chance! Es geht um die eigene Überzeugung und die gesteckten Ziele! Ich greife lieber an, arbeite 14 Stunden am Tag und habe die Chance etwas zu erreichen. Klar kann ich vor lauter Anstrengung einen Herzinfarkt erleiden und tot umfallen, aber lieber falle ich tot um als ein Leben lang Angestellter zu sein. Am Ende meines Lebens will ich eines sagen können, auch wenn ich kein Erfolg haben sollte: Ich habe es mit allen Mitteln versucht! >Unabhängigkeit, echte Freiheit< ist das Beste was mir passieren kann…
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Manche Studien sagen, dass sogar 80 Prozent der Gründer spätestens nach fünf Jahren gescheitert sind.
Das mag schon stimmen, nur wieviel derer die es wirklich versucht haben, haben auch den nötigen Ehrgeiz mitgebracht? Mich würde eher interessieren, wieviele von denen gescheitert sind, die den “extremen” Ehrgeiz hatten und wirklich die 12-14h selbst >gearbeitet< haben.
Gruß,
Marcus
@marcus
ich stimme dir zu. ich bin seit 10 jahren selbständig. und die anfänglichen 60-70 arbeitswochenstunden haben sich auf ca. 40 normalisiert. dabei sind auch noch gepflegte 10-12 wochen urlaub im jahr drin.
und wenn man´s geschickt anstellt, schafft man sich noch ein passives einkommen!
kiyosaki läßt grüßen…
hier gibt´s auch eine gute parallele zum trading: angestellte lassen sich ihre zeit bezahlen, trader/ selbständige ihre leistung.
in diesem sinne, schönes wochenende!
joe
Vielen Dank für die Erwähnung von Kopf schlägt Kaptial.
Auf http://www.entrepreneurship.de bietet Prof. Faltin kostenlos weitere Aufsätze und Bücher zum Lesen und Download an.