Achtung OFFTOPIC – Nur bei langeweile Lesen.

Unlaengst habe ich einen Blogbeitrag verfasst, dass Robert Basic’s Blogversteigerung eine List und ein (sehr guter) PR Gag ist. In der List habe ich das “Hip-Hop” Prinzip angesprochen. Das Hip-Hop Prinzip ist das was professionelles (und kein Amataeurhaftes) Blogging ausmacht. Das Robert sein Hip-Hop Prinzip hinter einer Maske versteckt, moechte ich mit diesem Blog-Post einen Versuch anzustellen ihn zu demaskieren, bevor er es selbst tut.

Beginnen wir also mit den Fakten. Robert Basic hat Deutschlands erfolgreichsten Blog. Er ist die unumstrittene Nummer 1 und jeder noch so kleine Blogfurz-Post loest hunderte Kommentare und Trackbacks aus – das Schneeball-System Viral-Marketing ist nach jahren harter Arbeit, etlichen Rueckschlaegen und innovativen Loesungsansaetzen zum Selbstlaeufer geworden. Der Blog hat den Sprung von der Long-Tail in die Main-Stream gepackt – was sehr wichtig ist fuer einen Blogger, da seine Inhalte eben nicht Usergeneriert sind wie bei YouTube, Facebook, Myspace, Flickr oder anderen Zweinullern.

Natuerlich liegt es im Interesse eines jeden Bloggers seine Reichweite zu erhöhen. Reichweite ist nun mal Geld wert. Nicht nur im konstanten monatlichen Umsatz, den er generiert, sondern eben auch der Firmenwert – der sich ja angeblich mit der eBay Auktion zeigen wird – und als Referenzwert fuer Deutschlands Blogging Szene herhalten soll und wird.

Blogger sind ein komisches Volk. Sie nehmen sich selbst wichtiger als sie eigentlich sind, sehen sich auf einem Feldzug gegen das Establishment (was auch immer das ist), und haben dabei die Open-Source Philosophie im Marschgepaeck. Tue gutes und dir wird gutes geschehen – oder so ähnlich.

Nun, wenn das wahr waere, dann muesste der freundlichste Blogger der erfolgreichste Blogger sein. Der unfreundlichste Blogger muesste der ungelesenste Blogger sein. Moral spielt zwar in der offenen Wechselbeziehung mit seinen Lesern eine wichtige Rolle, doch es ist nicht alles Gold was glaenzt.

Robert Basic glaenzt gerade in der Blogging-Branche (gibt es sowas schon?) auf. Sein eBay Verkauf liegt jetzt bei 25.000 Euro und es geht noch eine Weile. Er spricht schon davon, dass es ganz dannach aussieht, dass er aus dem Deal 100.000 Euronen rausziehen kann. Das zieht natuerlich die Masse, die X-Typen, an.

Die X-Typen weisen, wie schon in der Trading-Bibel in Kapitel 0 gesagt, folgende Charaktereigenschaften auf:

X-Theorie: Passivität, Antriebsarmut, Desinteresse, Drückebergerei, braucht Kontrolle, Indianer bzw. re-aktiv. Dieser Modell-Typus braucht einen eher autoritären Führungsstil.

Sie schreiben in ihren Blogs “Wie gerne wuerde ich doch auch meinen Blog verkaufen, doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg”. Sie schreiben in Ihren Blogs “Wie innovativ Robert ist, und verlinken so auf seine Seite”. Robert ist eine Inversion. Er ist so wie ein Loch im Zahn, das so tief ist, dass man sich zum Zaehne putzen runter beugen muss (Danke, Guenther…). Er lebt mit 37.000 Euro Jahresumsatz, und kann diesen Jahresumsatz aber nur erzielen, weil es Leute gibt, die gerne dahin kommen wuerden wo er ist, und deshalb verfolgen sie seine Seite. Das erlaubt ihm immer neuer Projekte und eine positive Aufwaertsspirale. Er wird nur durch die Aufmerksamkeit zum immer erfolgreicheren Pro-Blogger – und die Moeglichkeiten die sich daraus ergeben.

Er – und ich – sind wie Rapper. Wir zeigen auch in unseren Musikclips Frauen und Autos und singen davon, dass es nicht toll ist dass wir diese Dinge haben. (Bei mir sind es allerdings keine Dinge, sondern Geld und Freiheit – zumindest behaupte ich das). Nur, wie auch die Rapper haetten wir weder Autos noch Frauen, wenn uns niemand zuhoeren wuerde, wie wir darueber singen. Unser Job ist also Laerm zu machen – weil wir draufgekommen sind, dass der unfreundlichste Blogger nicht den letzten Platz einnimmt – und auch der freundlichste den Ersten nicht.

Gehen wir die Sache mal wie ein Reverse Engineer an. Gehen wir davon aus, dass Robert Basic vor der eBay Idee den Blog an jemanden verkaufte. Es kam zu einer Vertragsunterzeichnung – und nun stellte man sich die Frage: “Wie kann man die Uebernahme am besten medientechnisch vermarkten, um Einerseits seine positive Wirkung zu erhoehen, als auch andererseits den akzeptieren 2.0-Weg zu gehen?”. Tja, vielleicht ist man so auf die Loesung gekommen…. wer weiss…

Ich bin gespannt ob Robert mich als interessierten Kaeufer erwaehnt…. es sollte ja in seinem Interesse liegen. Er wiegt sich in Geheimniskraemerei und verraet nicht mal den Mindestpreis den er verlangt… was ist das denn fuer eine Deal-Politik? Sag mir einen Preis, und ich sag dir ob ich ihn dir bezahle…. auf welchem Bazar leben wir denn? Rate was es wert ist? Ja, spiel ich mit wenns um 100 Euro geht, aber nicht bei 50.000 Euro….

Jedenfalls, solange die Ich-waer-so-gern wie Robert Szene ihn dadurch imitiert seine Aktionen einfach blind zu kopieren, oder darueber berichten werden sie nie in die Profiliga aufsteigen. Ihr werdet erst nach oben kommen, wenn Robert UEBER EUCH berichtet – und nicht umgekehrt. Ihr muesst in eure Blogs nicht schreiben, ach waere ich doch oder koennte ich doch nur…. Eure Gedanken werden Wirklichkeit – und mit dieser Einstellung zieht ihr genau das Gegenteil an. Ihr traeumt. Wacht auf. Wenn ihr ein Leiberl reissen wollt als Pro-Blogger dann muesst ihr zumindest in die Top 50.

Denn wenn Robert 3.000 Euro brutto verdient, als #1, was glaubst du was du selbst als Nummer #233 verdienst? Oder erst als #2333? Nichts. 50 Euro wenns heiss her geht… Du wirst aber nur zur Nummer 1 werden, wenn du liebst was du tust. Wenn es dir egal ist, ob dein Blog morgen oder in 3 Jahren profitabel wird, weil es dir um die Sache den Inhalt geht. Der Long-Tail zerstoert dich im Blog-Business. Er hilft dir nicht!

Leider interessiert sich die Masse immer fuer das Endprodukt (Wie viel Geld wird er verdienen?) statt den Herstellungsprozess (Wie ist er da hingekommen, wo er heute ist?)

Wenn Robert seinen Lesern wirklich helfen wollte, dann wuerde er die zweite Frage beantworten – und nicht eine normale Verkaufsaktion als Innovation verkaufen.

Kein Geschaeftsmann in seinem “right mind”, laesst es in einer Auktion Anfang 09 – nach 08 – auf’s Glueck ankommen. Und wenn ja, BAM OIDA!

Aber Robert, du kannst mich ganz einfanch vorfuehren, indem du mich fuer die Auktion auf eBay freischaltest. Wie du meinen veroeffentlichten Kontoauszuegen entnehmen kannst, bin ich kein Spassbieter…

Nachtrag:

Das Medienspiel das Robert sich zu Nuetze macht, ist auch das was immer zu Uebertreibungen an der Boerse fuehrt. Ein Journalist schreibt vom anderen ab. Es ist die Fibonacci-Sequenz des Viral Marketings. Auch bei Standing Ovations zu beobachten. Zuerst steht einer auf, dann noch einer, dann noch zwei, dann noch drei, dann noch 5, dann noch 8 und dann noch 13 – Danke, fertig. Fibonacci im Dramadreieck….

Doch dazu bei Bedarf mehr….




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