Long in den Euro?

Long in den Euro?

Der Chart ist ausgebombt. Die Leute sprechen in der U-Bahn darüber wie kaput der Euro ist. Es häufen sich für mich die Gründe antizyklisch zu denken und einen Boden im Euro zu kaufen. Noch ist es ein fallendes Messer, aber ich bin auf der Lauer und warte auf Korrekturen um die 1.23-1.25.

Main @ thinkorswim [build 1644]

Über den Autor

Quote: "Luck always follows the prepared mind" // Location: "Where the money is!"

Kommentare (25):

  1. [...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Toni Totalverlust, daytrading.de erwähnt. daytrading.de sagte: Long in den Euro? (http://cli.gs/tLDQ1) http://cli.gs/tLDQ1 [...]

  2. Habt iht nicht geschrieben, dass ihr weiter nachkaufen wollt bei 1.25?

    Also meine Meinung dazu, der Chart ist noch kein Stück ausgebombt, richtige Panik sieht anders aus. Ich finde auch das die Nachrichten noch nicht richtig berichten, wie schlimm es alles ist und das der Euro untergeht. Ich werde noch keine Long Positionen aufbauen, mir hat es damals besser gefallen bei der 1.50 Marke wo alle wussten, dass der Dollar nichts mehr Wert ist und direkt auf Null fallen wird. FInde diese Stimmung herrscht noch nicht vor

  3. Naja ich folge derzeit noch lieber dem Trend, aber die Marken um 1,23106 und 1,16334 werden wohl für das weitere Vorgehen interessant. Bin gespannt ob wir noch die Parität erreichen, was meint ihr? Werden die Bemühungen der EZB und der Politik Wirkung zeigen?

    Gruß Alpha

  4. die ezb verzoegert ja nur, die Probleme sind ja immer noch da, ist wie wenn du Kopfschmerzen hast und nur schmerzmittel nimmst, aber in Wirklichkeit hast du dir ein Nerv eingeklemmt der die Kopfschmerzen verursacht.

    Philipp kann hier sicherlich ein besseres Beispiel geben

  5. @gg

    Ja das ist mir schon bewusst, vor allem haben die Anleger selbst auf solche Hilfspakete kein Vertrauen mehr in die Gemeinschaftswährung. Und die steigenden Neuverschuldungen und politische Versäumnisse in der Vergangenheit machen die ganze Situation nicht besser.

    Bist du fulltime-trader oder auch Nebenberuflich als daytrader am Werke?

  6. ich war mal fulltime trader, jetzt bin ich so ne art jim rogers, nur das ich nicht soviel Reise, nicht beim quantum fond gearbeitet habe, bei weitem nicht so alt bin, keine kinder habe, nicht im fernsehem auftrete und nicht so viel vermoegen habe wie er. Ich habe mit ihm nur gemeinsam das ich langfristig aufgestellt bin und das ich in Rente bin. Und ich mag wie er einfach in die Geschichte zu gucken um zu sehen das man nur die Vergangenheit kennen muss um zu wissen was ungefaehr in der Zukunft passiert. Ich meine damit aber nicht charttechnik oder sowas, sonder fundamentale zusammenhaenge. Wer viel Geld druckt wird auch inflation bekommen das war vor 1000 Jahren schon so und das wird sich nicht aendern. In laendern zu sein die Kredite gehen hat immer mehr sinn gemacht als in laendern zu sein die kredite aufnehmen auch das ist nichts neues. Und Leute lernen nichts dazu.

    Beispiel ich wohne in dubai schon seit einiger Zeit, es gab mal eine Zeit wo die Wohnungen hier sehr teuer waren, jetzt kannst du sie fuer einen Apfel und ein Ei kaufen teilweise, weil die Leute dringend kohle brauchen. Das gabs zuvor schon London New York und wird es bald in Hong Kong und Singapur wieder geben. Immer das gleiche Spiel es dauert halt nur einige Zeit bis man es versteht und das ist das Problem daran

  7. Nicht schlecht, als fulltime-trader ermöglicht eben die ganze Konzentration auf das Trading zu richten, wenn man arbeitet und nebenbei tradet ist das zu manangen erheblich schwieriger, dafür hat man kein Risiko und auch keinen Erfolgsdruck.

    Ja als Hedgefondmanager hat man es schön vor allem wenn man seinen Namen unter den 25 Besten findet – http://www.absolutereturn-alpha.com/HedgeFundRichList.html

    Wenn ich das nötige Kleingeld hätte würde ich mir in Dubai einige Wohnungen im Burj Khalifa krallen ;-) Aber das dauert vermutlich noch ein Weilchen….

  8. Ein gutes Argument ist das Sentiment, von dem Du sprichst. Wenn alle über eine Richtung sprechen ist es meist gut sich so langsam entgegengesetzt zu positionieren. Aber Achtung: nicht alle Weisheiten von irgendwelchen Börsengurus (hier Kostolany und Livermore) haben wirklich Bedeutung für das Trading – meist passen diese Weisheiten nur zu dem Stil dieser Gurus und sind von anderen kaum nach zu traden – diese Floskeln sind IMHO wie viele andere absolut überbewertet.

    Diese Panik ist absolut unnötig; die Trader in meinem Alter nehmen das vermutlich kaum ernst, da wir schon den EUR/USD schon seit Einführung 2002 getradet haben und erlebt haben wie der EUR/USD bei 0,8-0,9 notierte.

    Das ganze zeigt nur die Perversion der Menschheit und dabei meine ich nicht allein die Bänker sondern auch das Volk – was denken die Menschen? Ein EUR/USD von 1,60 sei normal? Am liebsten wollen alle mit dem Euro die Welt aufkaufen? Lächerlich. Der tatsächliche Wert des Euro liegt noch tiefer und was wir hier erleben ist halt die sich selbst regulierende Realität der Märkte. Natürlich sind die Rahmenbedingungen und da Umfeld jedesmal anders, aber die von den Medien und Politikern geschürte Weltuntergangsstimmung ist völlig sinnfrei und ist mal wieder ein Spiegle der Kompetenz unserer Regierungen.

    Hier unterschiedet sich die Sichtweise der Daytrader im Sinne des Wortes von allen anderen: Bis auf Vola und Volumen hat sich intraday nahezu nichts geändert – Alles beim Alten :) – … und das man ab und zu mal ein neues Phänomen kennenlernt (wie der letzte Dow-Rutsch) ist absolut nicht ungewöhnlich. Fazit: … langweilig wie immer, wenn man nur tradet und nicht im Sog der Hypes schwimmt.

    LG Aurelius

  9. @Aurelius

    Ja da ist was wahres dran. Wenn ich morgens beim Bäcker aus Verlegenheit die Schlagzeilen der Bild-Zeitung überfliege muss ich wirklich schmunzeln :-P

  10. LOL – ja stimmt, laut der Bild sind “wir” ja auch Papst.

  11. Das Phänomen mit dem Sentiment ist sicher keine allgemein gültige Regel um dann immer zu kaufen wenn alles negativ ist. Aber es regt mich an Antizyklisch zu denken und ich oft dann die besten Trades mache wenn ich das Gegenteil der Masse mache. Ich bin auch noch nicht komplett long, aber es wird für mich Zeit langsam “reinzuscalen” und zu sehen wie es sich entwickelt und vor allem zu sehen wie ich mich mit der Position fühle. Ich habe gelernt, dass es meinem Tradingstil gut tut Positionen langsam aufzubauen wenn es langfristigere Positionen werden sollen und oft fange ich damit etwas früh an. Z.B. den Boden in den Aktienmärkten habe ich auch etwas zu früh gepickt letztes Jahr…. Muss aber nichts heissen, und solange ich die Downmoves aushalte oder rechtzeitig rausspringe ist alles im grünen Bereich.
    :-)
    schönes we

    @gg: Weil du ja gesagt hast, dass du ähnlich wie Jim Rogers handelst, habe auf Bloomberg im Jim Rogers Interview gehört das er auch den Euro kauft. Sogar schon seit 1.29. J.R. hat schlechtes Timing, aber im Endeffekt fast immer Recht. Eine Währungskrise hat er schon im Sommer angekündigt und wir haben auch auf dem Blog davon geschrieben.

  12. Ja die Währungskrise ist ja bekannt ist wie die Subprime crisis, das wussten auch alle aber wie immer war die Frage wann. Ich sehe noch keine richtige Panik und will noch nicht einsteigen, natuerlich weiss ich nicht ob das richtig oder falsch ist, aber ich habe meine Prinzipien und wenn die nicht erfuellt sind dann gehe ich den trade nicht ein. natuerlich kann man so einige Trades verpassen, aber lieber verpass ich einen anstatt meine Prinzipien ueber bord zu werfen, weil wo willst du dann die Grenze siehen, irgendwann findest du dann immer einen Grund um in einen Trade einzusteigen.

    Wie immer wird die zukunft zeigen ob es klug war einzusteigen oder nicht. Zur nor lese ich weygands blog, der kann einen nur aufbauen, der junge hat aber auch wirklich gar nichts drauf, was der immer fuer trades aus dem hut zaubert und mit was fuer begruendungen, halt das doofe wenn es nicht nur in eine richtung geht dann klappt das alles nicht so. ich wuerde so gerne mal sein depot sehen, aber er hat ne miserable performance da bin ich mir sicher

  13. LOL – Was für eine Währungskrise?

    Klar kann JR das voraussagen – zu der Zeit befanden sich ja auch die USA in der Währungskrise (man wollte sogar schon den Petrodollar durch den Petroeuro ersetzen) und irgendwann sind dann immer auch andere im Zyklus dran (hat gg schon gut beschrieben).

    Wir haben es hier mit Bilanzfälschern und schlechten Ökonomen zu tun – der Rest ist doch zusammengebastelt. Wir zahlen gerade die Strafe für ein schlecht organisiertes und korruptes Europa. Jedes korrupte System hat irgendwann solche Tiefen – sogar die klassische kriminelle Mafia muss zwischenzeitlich mal leiden – aber glaubt irgendjemand wirklich, dass sie untergeht.

    Würden die führenden Köpfe sich mal die Blöße geben und alle großen Marx-Werke lesen, wäre es für sie nicht so überraschend :) – täte vermutlich auch manchem Trader gut.

    LG Aurelius

  14. Oder andersherum: befinden sich die USA auch in der Währungskrise? :)

  15. @gg … jetzt bin ich so ne art jim rogers, nur das ich nicht soviel Reise, nicht beim quantum fond gearbeitet habe, bei weitem nicht so alt bin, keine kinder habe, nicht im fernsehem auftrete und nicht so viel vermoegen habe wie er. …

    gratulation :)

  16. looll, so könnte man s auch sehen:

    New York (BoerseGo.de) – Der bekannte Investor Jim Rogers sieht in dem fast 1 Billion Dollar schweren gigantischen Rettungspaket der Eurozone einen weiteren Sargnagel für den Euro. Die Gemeinschaftswährung sehe sich mit dem Risiko einer Auflösung konfrontiert. Dies bedeute, dass der Euro aufgegeben worden ist und sich niemand besonders um dessen Stärke kümmert. Die Länder der Eurozone hätten Geld ausgegeben das sie nicht besitzen. Dieser Trend setze sich fort. Gleichzeitig trage niemand Verantwortung zur Schaffung von wirtschaftlichen Voraussetzungen, um den Euro zur Stärkung zu verhelfen, führte Rogers am Mittwoch gegenüber Bloomberg-TV weiter aus.

  17. Hi,

    gab’s denn hier jetzt schon Aktivitäten, d.h. Trades, denn der von Dir genannte Zielkorridor für einen evtl. Long bei 1,23 – 1,25 ist ja erreicht?

    VG

  18. Wenn ihr jz long in den Euro einsteigt seid ihr in meinen Augen sehr mutig.

    Mir wäre das zu heiß, viel zu heiß!

  19. Im Titel steht ja ein Fragezeichen – bisher sind wir nicht auf der Longseite engagiert!

  20. OK, bisher nicht. Auch gut so. Aber so langsam wird’s schon interessant ;-)

  21. Euro gegen AUD ist besonders interessant IMO

  22. wow das ist ne Währung und die macht 6% in 2 Tagen

  23. not to bad für den, der dabei war (ist) ;-)

  24. danke war drin (jetzt flat) :-)

  25. australien? EUR/AUD? jaaaaa, so langsam reichts hier des guten euros und schwachen AUDs, finde ich … lol … warum? ich will ein super-übernahmeangebot für meine australische cbh resources zu AUD 0.24 annehmen und will natürlich nicht einen weiteren teil der eurogewinne wg. dummen fx-zeugs verlieren :)

    ps: just 4 hard core fans of mining/exploration business: http://www.informedtrades.com/blogs/jaro-g/245-what-about-book-value-company.html#comment10203

    lg aus münchen,
    j.

Eine Antwort hinterlassen