Was ist Investieren/Investing?

Intelligent Investieren und der Weg zum finanziellen Reichtum

Im Allgemeinen versteht man unter einer Investition die „Verwendung finanzieller Mittel“ oder die Anlage von Kapital, um damit Geldgewinne zu generieren. Investieren unterscheidet sich von Trading dadurch, dass es einen längeren Anlagehorizont hat und generell eine andere Methodik verfolgt. Sie müssen nicht aktiv jeden Tag verfolgen, was an den Märkten passiert. Investing ist also viel weniger zeitaufwändig als Trading. Es ist großteils passiv. Im Gegenzug dazu kann man an der Börse mit Investing nicht ganz so hohe Renditen wie beim Trading erzielen, wobei es hier Ausnahmen gibt. Börsenerfolg ist eine Kunst und keine Wissenschaft. Es gibt diverse Börsenprogramme, die uns dabei unterstützen können, aber nicht die ultimative Strategie. Ich werde in diesem Teil des Blogs einige Investmentstrategien vorstellen und Praxisbeispiele besprechen die ich real umsetze. Bei Investing geht es um langfristigen Vermögensaufbau. Es geht darum, durch Wertsteigerung und einem passiven Einkommen finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen und das mit wenig Aufwand. Robert Kiyosaki, schreibt in einem seiner Bücher treffend „rich people don’t work for money, they let their money work fort them“. Dieser Spruch trifft perfekt auf einen intelligenten Investor zu. Ich bin mir sicher, jeder kann es schaffen monatlich zum Beispiel 10% seines Einkommens auf die Seite zu legen. Durch den Zinseszins und eine konsequent angewendete Investmentstrategie sollte es möglich sein über  mehrere Jahre ein Vermögen anzusparen. Die Krise ist die Chance! Die Situation an den Märkten (erstes halbjahr 2009) ist sowohl an den Rohstoffmärkten als auch an den Aktienmärkten ein Geschenk für jeden intelligenten Investor, den ein intelligenter Investor kauf dann, wenn Blut in den Straßen liegt und die Märkte einstürzen. Natürlich kann ich nicht vorhersehen, ob wir das Tief bereits gesehen haben. Niemand kann das. Jedoch ist es das grundlegende Prinzip eines Investors zu kaufen wenn gute Unternehmen günstig sind. Und genau das ist derzeit der Fall. Das Problem ist, dass die meisten Leute in Krisen nicht kaufen wollen, weil sie Angst haben. John Templeton hat sein erstes Vermögen gemacht, indem er Unternehmen kurz vor dem Konkurs in den 30 er Jahren aufgekauft hat, als alle anderen Angst hatten zu kaufen. Wenn man nicht kauft wenn Aktien im Keller sind, wann will man dann kaufen um eine Beteiligung an einem Unternehmen günstig zu bekommen? Auch Warren Buffet investieren nach dem Prinzip „kaufe billig und verkaufe teuer“. Viele Investoren verstehen nicht, dass Papier – Kursverluste bei gesunden  Unternehmen kein Grund zur Panik sind. Im Gegenteil, wenn sich fundamental an einem Unternehmen und dessen Zukunftsaussichten wenig geändert hat könnte man seine Beteiligung sogar aufstocken. Was ist, wenn ich falsch liege und diese Unternehmen in der nächsten Zukunft "untergehen"? Das ist immer eine Möglichkeit, jedoch wird das Risiko pro Investmentidee begrenzt und es wird nicht alles auf eine Karte gesetzt. Ich habe einige Rohstoffpositionen und sollten die Aktienmärkte weiter einstürzen und wir in eine Weltwirtschaftskrise schlittern (was ich persönlich nicht glaube) kann es immer noch sein, dass die Rohstoffmärkte anfangen zu steigen. Weiters habe ich eine Strategie entwickelt um Bärenmärkte zu vermeiden. Ich werde also mit einem Teil meines Portfolios rechtzeitig ein Ausstiegssignal bekommen sollte die Krise sich fortsetzen. Die hier vorgestellten Strategien und Werte sind eine Kombination aus Value Investing, Growth Investing, Guerilla Investing, Antizyklischem Investieren, Fundamentaler Analyse, Asset Allocation und Risikomanagement, Technischer Analyse, Marktgespür,  Betriebswirtschaftlicher und visionärer Betrachtung von Unternehmen, Makroökonomischen Entwicklungen und Trends in den Rohstoffmärkten. Der Großteil meiner Methodik beruht auf dem Gedanken des Value und Growth Investing, wobei ich mich vom kategorischen Anlagedenken  verabschiedet habe. Beim Value Investing geht es konkret um die Suche nach unterbewerteten Unternehmen. Darüber hinaus sollte ein Unternehmen über ein herausragendes Geschäftsmodell verfügen und möglichst hohe Wettbewerbsvorteile haben. Bei Value-Investoren steht eher die Bewertung des Unternehmens im Vordergrund. Aus diesem Grund reicht es Value-Investoren nicht nur, wirklich gute Unternehmen zu suchen und dann zu kaufen. Hat man ein interessantes Unternehmen gefunden, wird dessen zukünftige Ertragskraft in Relation zur aktuellen Bewertung des Unternehmens gesetzt. Nur wenn der aktuelle Kurs zu einem deutlichen Abschlag zum inneren Wert des Unternehmens notiert, wird sich ein disziplinierter Value-Investor engagieren. Dieser Abschlag ist die sog. „margin of safety“, also die erforderliche Sicherheitsmarge für ein Investment. Je nach persönlicher Ausrichtung des Investors beträgt sie bis zu 50%, in seltenen Fällen mehr. Die Sicherheitsmarge ist das zentrale Anlagekonzept beim Value Investing. Benjamin Graham schreibt dazu in seinem Buch „der intelligente Investor“: „Man solle sich vorstellen, einen Anteil an einem privaten Unternehmen im Wert von beispielsweise 1.000 Euro zu besitzen. Einer Ihrer Partner ist der liebenswerte Mr. Market. Dieser erzählt Ihnen jeden Tag, was Ihr Unternehmensanteil in seinen Augen wert ist und bietet Ihnen an, zu diesem Preis ihm entweder Ihren Anteil zu verkaufen oder Ihnen seinen Anteil abzutreten. An machen Tagen erscheinen seine Ideen zum Anteilswert Ihres gemeinsamen Unternehmens unter Berücksichtigung der geschäftlichen Entwicklung sowie seiner künftigen Aussichten plausibel. Auf der anderen Seite gehen oftmals der Enthusiasmus oder die Angst mit Mr. Market durch, sodass Ihnen die Anteilswerte, die er Ihnen vorschlägt, dümmlich erscheinen.“ Beim Growth-Investing handelt es sich um eine Strategie, bei der Investoren auf der Suche nach Unternehmen sind, die sowohl in der Gegenwart als auch in der Zukunft durch ein starkes Wachstum charakterisiert sind. Dabei spielen fundamentale Daten wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) eine untergeordnete Rolle, da angenommen wird, dass das starke Wachstum eine Steigerung des Gewinns mit sich bringt. Folglich sinkt die Höhe des KGV. Wichtig ist es auf den Zeithorizont der Investments zu achten. Je nach Strategie können Buchverluste über einen längeren Zeitraum auftreten und es läuft noch immer alles nach Plan. Erst nach einer gewissen Haltedauer kann man den Erfolg beurteilen. Ein kluger Investor ist geduldig und sitzt Verluste  aus, wenn das fundamentale und technische Bild noch zusammen passt. Kleinere Portfolios manage ich anders, denn es kommt immer auf die Risikoaversivität des Inhabers an. Wie man sieht besteht mein Portfolio aus Aktien und Rohstoffinvestments. Ein großer Teil der Aktieninvestments wird trendfolgend getätigt. Zu den einzelnen Portfolios: Aktieninvestments Das Bottom Picking Portfolio Hier werden ausgewählte Unternehmen aus Überzeugung gekauft und ohne Stop gehalten. Mit dieser Strategie kauft man Aktien zu möglichst tiefen Kursen. Das ist nicht immer leicht, weil die Stimmung an den Märkten meist am Tief katastrophal ist. Hier muss man konsequent Antizyklisch agieren und sehr geduldig sein. Weitere Korrekturen der Märkte können jederzeit auftreten, und es kann sogar noch viel weiter nach unten gehen, aber als intelligenter Investor denkt man langfristig und kauft in diesem Portfolio sogar zu niedrigeren Kursen nach. Weil die Kurse derzeitige im Keller sind, bietet dieses Umfeld für Value Investoren daher ausgezeichnete Bedingungen. Dieser Teil des Depots macht ungefähr 20% des Gesamtdepots aus und beinhaltet ca. 10 Positionen. Investieren mit Trends – die Hauptstrategie Es werden Aktien erst dann gekauft, wenn mathematisch gesehen die Definition eines längerfristigen Trends gegeben ist. Für das Timing ist das die Basis Einstiegs/Ausstiegsstrategie. Ein solches Trendfolgemodell minimiert die Risiken von Abwärtsbewegungen der Aktienmärkte und damit die negativen Folgen einer „Buy and Hold“-Strategie. Diese Strategie für das Timing hilft einem Ein und Ausstiegspunkte zu finden. Ich verwende hierbei einen simplen 40 Wochendurchschnitt (Simple Moving Average). Notiert der Index in dem ich Investments tätige über dem Durchschnitt darf ich Investments kaufen, notiert er darunter muss ich verkaufen. Diese Timingstrategie hilft einem dabei Verlustjahre zu meiden, da man nicht investiert ist wenn ein starker Abwärtstrend entstanden ist. Meine Hauptstrategie hat im Backtesting über die letzten 12 Jahre eine Durchschnittliche Jahresperformance von über 49% geschafft hätte man sie nur mit Indexfonds auf den Dax umgesetzt. Wenn man in Trendphasen noch gute Unternehmen kauft gibt das einen extra Kick für das Depot. Ich habe es mit Echtgeld geschafft in der Finanzkrise 2008 mit Investments kein Geld zu verlieren und das habe ich dieser simplen Strategie zu verdanken. Immer wenn der gleitende Durchschnitt den Aktienkurs schneidet, gibt es ein Kauf oder Verkaufssignal. Sobald ein Kaufsignal entsteht werden systematisch Aktien mit starken Dividenden, unterbewertete Wachstumsaktien, Monopole, Small, Mid und Largecaps auf verschiedenen Branchen und Regionen gekauft. Ich kaufe Unternehmen deren Geschäftsmodell ich verstehe, schaue mir betriebswirtschaftliche Kennzahlen an, lese Berichte der Unternehmensführung und verfolge fundamentale Änderungen. *„Regression zum Durchschnitt, einer der mächtigsten Einflussfaktoren in der Finanzwelt, erklärt die Neigung zur Umkehr von Erfolg und Misserfolg.“* *David Swensen, Chief Investment Officer der Yale University Emerging Markets Hier kommen hauptsächlich Exchange Traded Funds auf aufsteigende Länder zum Einsatz. Es kann auch sein, dass ich bestimmte Unternehmen in Ländern wie Indien, China oder  Brasilien kaufe, oder auch auf bestimmte Branchen setze. In meinen Augen sind Emerging Markets ein unerlässlicher Bestandteil eines Portfolios. Ich persönlich lege aus fundamentalen Gründen ein besonderes Augenmerk auf Asien, im speziellen China. Rohstoff – Investments Hier wird in ausgewählte Rohstoffe investiert. In der Regel über Exchange Traded Commodities und Exchange Traded Funds.  Es kann auch sein, dass ich in Unternehmen die diese Herstellen (Explorer) investiere. Mein Anteil an Rohstoffinvestments ist ungewöhnlich hoch, da ich davon ausgehe das wir die nächsten Jahre einen Bullenmarkt in Rohstoffen sehen werden. Es kommen hier verschiedene Anlageinstrumente zum Einsatz, ich werde jedoch vermehrt auf ETF’s und ETC’s setzen. Bitte handeln Sie nicht nach was ich mache. Ich habe diese Anlagestrategie genau auf mich abgestimmt und jeder soll für sich selbst eine passende Strategie finden. Valentin Rossiwall

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