Von Traderpsyches: Alle „stalken“ den Markt und warten auf ihr „Setup“ (ich habe dieses Wort so satt!) oder die Umstände, die darauf hindeuten, dass Andere kurz davor sind... zu verkaufen, zu kaufen, nichts zu tun... was auch immer. Wenn der Markt dann aber relativ (und das Wort ist hier wesentlich) stark schwankt, dann denken sich viele Trader „Oh sch..., ich habs verpasst“. Spontan ignorieren die Meisten den Move, denken sich „Ah, ich werde im Retrace schon ein bisschen was bekommen...“ oder „Die Aktie wird bestimmt wieder auf ihren Mittelwert zurückgehen“. Mit anderen Worten: die Frustration darüber, die erste Bewegung verpasst zu haben, führt zu einem Trade, der von dieser Enttäuschung beeinflusst wird. Wie stark ihr dieses Gefühl oder das Gefühl, das danach kommt, nämlich - „Ich werde ihnen zeigen, dass ich schlauer bin und die Wende als erstes bemerkt habe...“ habt - hat rein GAR NICHTS mit dem Hier und Jetzt zu tun. Wenn ihr merkt, dass ihr gegen Trends kämpft, dann könnt ihr euch sicher sein, dass es dabei – ob bewusst oder unbewusst – um Intelligenz- und Machtgefühle geht. Und wieder hat dies nichts mit der Realität zu tun. Hierbei geht es um eure grundlegenden emotionalen Muster. Nennt es Echos, emotionale Strukturen oder fraktale Psychologie – eure Reaktionen spiegeln Gefühle wider, die ihre während eures Erwachsenwerden hattet. Woher ich das weiß? Ich habe bis jetzt noch keinen Trader kennen gelernt, bei dem ich nach einiger Zeit nicht immer wieder dieselben Muster erkannt habe. Und ich habe bis jetzt nur ein oder zwei kennen gelernt, die das nicht auch in Gesprächen selbst erkannt haben. Mir fallen tatsächlich nur zwei ein. Kämpft nicht gegen Trends, um zu beweisen, dass ihr schlauer seid als euer Vater. Wenn ihr wirklich die nächste Stufe im Trading erreichen wollt, dann macht euch klar, was diese Gefühle, die ihr euren Eltern, anderen Autoritätspersonen und EUCH SELBST GEGENÜBER (!) als ihr noch unter 20 und vielleicht sogar jünger als 2 wart, hattet, auslöst. Zu dem Zeitpunkt konntet ihr vielleicht noch nicht sprechen, aber ihr hattet Gefühle... euer Gehirn übermittelt Signale, indem die Neuronen elektrische Ladungen „feuern“ (wie es die Neurowissenschaftler nennen)... dies ist also der Weg des geringsten Widerstands im Erwachsenenalter. (Ja, ich weiß – einige werden sich hier austragen, weil ihr es nicht glauben könnt, dass der Markt und euer Trading dazu führen können, dass ihr euch wieder so fühlt wie vor langer, langer Zeit...)
Die Frage, die wir uns heute selbst stellen müssen, ist: „Wie trade ich auf einem überkauften Markt am Ende eines Monats weiter?" Meine Regeln für heute: An den heißen Aktien festhalten, weil an diesem Level kann es heikel sein, Dips zu kaufen. Ein paar weitere Aktien: Neuigkeiten bei LVS. Es ist schwierig damit zu traden, darum bin ich hier vorsichtig. Der Daytrading Fokus ist der AGS Sektor und QIHU. Die Earnings von MOS sind weder wirklich stark noch schwach. QIHU, der chinesische IPO, hat einen Wendepunkt bei 32 und 30. Ich will aber nicht der ganzen Aufregung nachrennen. Ich möchte bei Pullbacks kaufen und vielleicht kurz Short gehen, wenn es sich ausweitet und ich Verkäufe beobachten kann. Man muss ihm mehr Raum lassen, weil er sich sehr schnell bewegt. POT: vielleicht einen Dip in den AGS kaufen? MOS CF Die Banken haben gestern anfangs ganz gut ausgesehen, es ist aber nicht wirklich was daraus geworden. Ich gehe noch immer Long mit Gold und Silber in den Swing Accounts, habe im Moment aber keine allzu großen Erwartungen, weil wir überkauft sind. Sollten wir aber Breakouts in Richtung neuer Höchstwerte sehen, werde ich mich vielleicht auf ein größeres Risiko einlassen.
Marc Faber, der den Börsencrash 1987 vorausgesagt hatte, hat heute erklärt, dass er den Eindruck hat, dass man in den Japanischen Markt wieder kaufen kann. Auch Philipp und ich glauben, dass der Japanische Markt eine gute Investitionsmöglickkeit für 2011 und 2012 darstellt. Der Japanische ETF für Japan ist EWJ. Im Moment handelt er bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 20. Wenn der Yen-Wert gegenüber dem Dollar und dem Euro fällt, werden sie noch besser aussteigen. Die Profite der export-gestützten Konjunktur werden dann ansteigen. Ihr Handel mit China wächst stetig und außerdem werden sie zunehmend in Yen bezahlt, was einen großen Vorteil für das exportierende Land bedeutet. Weiters wurden auch die Handelsabkommen mit Indien gesteigert. Ihre Schulden sind einigermaßen isoliert, da sie vornehmlich von Japanischen Staatsbürgern getragen werden, ähnlich wie in Italien, nur in größerem Ausmaß. Die Popularität des Japanischen Premierministers Naoto Kan nimmt zwar stetig ab seit er als früherer Finanzminister an die Macht gekommen ist, für Japan hat das aber durchaus Tradition – Die Popularität fällt nach der Wahl stark ab. Wenn sie es schaffen, den 20-Jahres Zyklus zu durchbrechen und ihre Produktionsfertigkeiten wiedererlangen, kann es gut sein, dass wir eine wirkliche Bewegung sehen werden. Dennoch stellen Deflation, der Yen und das Investment-Klima eine Art Gegenwind dar. (Sie fühlen sich sehr wohl mit Cash in den Bilanzen und sind nicht dazu bereit Geld zu lächerlich niedrigen Sätzen für Investments zu leihen.) Die Finanzen sehen wieder besser aus nach dem Ausverkauf des Kapitalbedarfs von Basel und steigen seit Anfang November wieder an. Technisch gesehen haben wir es mit einer 15 Jahre alten Unterstützungslinie zu tun, die lange genug gefestigt wurde, um ein nettes Break nach oben hervorzubringen könnte, jetzt wo einige der fundamentalen und Makroökonomischen Probleme gelöst werden konnten. Der EWJ steht derzeit bei 5.5% für dieses Jahr, nachdem Marc Faber ihm nun aber die Prognose des Outperformers erteilt hat, könnte er noch viel höhere Preise erreichen. Hier der Chart des japanischen ETF's EWJ:
Beim analysieren der DAX-Werte habe ich einige Aktien mit interessantem Chartbild entdeckt. Ein Wert ist Fresenius (FME), dieser ist beim Hoch von ca. 45,88 € abgeprallt und läuft momentan in einer Seitwärtsrange. Sollte die Aktie beim Bereich von ca. 40,81 € durchbrechen so bietet der Unterstützungsbereich bei 37,95 € ein Ziel. Bei einem Ausbruch über den Wiederstand bei 45,88 € ergibt sich eine Möglichkeit für einen Long-Einstieg. Tagescharts: Weitere interessante Werte sind Daimler (DAI), E.ON (EOAN), Henkel (HEN3), RWE (RWE)