Insights

Artikel: Marktführer handeln

Aus dem aktuellen TJ - viel Spaß beim lesen!

Gastpost: Traderfragen – Sizing

Von Mike Bellafiore, Autor von One Good Trade und Mitbegründer von SMB Capital, einer Tradingfirma in New York Hallo Mike, ich habe gerade dein SFO-Seminar (SFO = stocks, futures and options) angehört. Außerdem habe ich letzte Woche dein Buch gelesen. Ich bin dir wirklich dankbar für all die Trading-Lektionen, die du in deinem Blog zur Verfügung stellst. Ich habe dir bereits vor einiger Zeit schon mal geschrieben und du hast dir die Zeit genommen, mir eine wohlüberlegte Antwort zu geben. Ich habe einige Fragen. Danke, dass du dich wieder an mich wendest. Du betonst immer, wie wichtig es ist, die Auswahl der Werte im Börsenticker zu perfektionieren. Ich bin aber immer noch auf der Suche nach Literatur, in der genau beschrieben wird, worauf man achten sollte und wie man den Börsenticker verstehen lernt. In deinem Buch gibst du Beispiele dafür, warum es wichtig ist, den Börsenticker zu beobachten, aber du erklärst nicht, wie es genau funktioniert (mir ist klar, dass das in dem Kapitel nicht vorgesehen ist). Wo kann ich mehr darüber lernen, wie man den Börsenticker erfolgreich beobachtet? GMan hat ein Trainingsprogramm speziell zum Börsenticker erstellt. Ich möchte hiermit nicht versuchen, es zu verkaufen, aber: es gibt sehr wenig Infos über dieses Thema und das ist genau der Grund, warum er dieses Programm gemacht hat. Ich versuche außerdem, mein Playbook mit Trades zu füllen, angefangen mit Trades, die mir relativ leicht erscheinen. Ich trade immer Earnings/neue Aktien und momentan versuche ich, Pullbacks starker Aktien und Short Bounces schwacher Aktien zu kaufen. Ist das ein guter Ansatz? Neue Trader beginnen bei uns nicht mit Pullbacks. Support Plays, Breakout Trades oder Flag Patterns sind am Einfachsten. Adam Grimes hat im SMB Blog viel über Pullbacks geschrieben. Wenn dich Pullbacks am meisten interessieren, kann dies natürlich der beste Ansatz FÜR DICH sein. Meine Herangehensweise ist die, dass ich Positionen mit bis zu 500 Stück aufbaue, indem ich nach und nach das Volumen erhöhe. Während ich meine Position vergrößere, setze ich meinen Stop-Loss herauf und halte meine Maximalverlustgrenze konstant und werde deswegen oft ausgestoppt, weil ich meinen Stopp über das Level bringe, an dem die Aktie getradet wird. Wie kann ich das richtige Volumen bestimmten, ohne so oft ausgestoppt zu werden? Wenn es gut läuft, sollte man mehr investieren, oder? Du musst das Volumen deiner A-Setups, also der Muster, die wirklich funktionieren, vergrößern. Das heißt nicht unbedingt, dass die Positionen funktionieren werden. Viele meiner Positionen funktionieren und ich erhöhe das Volumen trotzdem nicht. Im Gegenteil, ich senke es vielleicht sogar. Viele neue Trader haben allerdings zu geringes Volumen in den A-Setups, den besten Positionen, die ihnen am sinnvollsten erscheinen. Ich habe mit einem Trainee, der auf dem besten Weg war, der erste Junior Trader seiner Klasse zu werden, über die Erstellung von Risiko-Regeln für A-Setups gesprochen. Der Ansatz ist, 30% des Intraday Loss-Limits für die A-Setups zu nutzen. Diese Idee habe ich von GMan geklaut und sie funktioniert wunderbar, um anfangs das Volumen zu erhöhen. Wenn du ein Muster erkennst, dass dir sinnvoll erscheint; ein A-Setup, dass sauber getradet hat, dann schau es dir an und entwickle es zurück. Warum war es so stark und eindeutig? Wann hätte ich das Volumen erhöhen können? Sei hart mit dir selbst bei diesen Gedankenspielen. Hätte ich mehr tun können? Stell dir vor, wie du das Volumen erhöhst und so mehr Gewinn machst. Es sind manchmal nicht die Tage, an denen du verlierst, die dich davon abhalten, das nächste Level als Trader zu erreichen. Es sind viel mehr die guten Tage, die du zu großartigen Tagen hättest machen können. Vielen Dank, dass du dir Zeit genommen hast, meine Fragen zu beantworten und dass du so viel Mühe in dein Blog steckst, um Tradern etwas beizubringen. Dies wird sehr geschätzt. Gut, dass du an deinem Trading arbeitest! Mike Bellafiore

Tradingjournal: Google Docs für die Tradingauswertung nutzen

Vorweg: Es gibt einen Termin für unser Tagesseminar. Schonmal vormerken: Termin: 1. Juli 2011 Ort: Düsseldorf Details folgen Jetzt zum Post: Mythen spinnen sich um das "Tradinjournal". Wie soll ich es halten? Was ist wichtig? Ist aufwendige software nötig? Ich sage nein! Wir nutzen nun seit einiger Zeit Google Docs für unsere Tradingauswertung. Der Screenshot zeigt ein Beispiel wie man es Umsetzen kann: Wir haben ein Eingabeformular für die Eingabe der Trades sowie ein Auswertungsforumlar für die statistische Auswertung der Trades. Eingabeformular: Auswertung: Ein Trade der auch bereits im Tradingjournal erfasst ist ist $AAPL - Reversal nach dem Intradaydowntrend heute: Mehr ist neben dem regelmäßigen Aufzeichnen von Videos und Screencaptures eigentlich nicht notwendig! Nicht verwirren lassen - alle Daten sind dem Amerikanische System angepasst. aus "7.3.2011 wird also 7.3.2011" Happy Trading! Philipp PS Credits for Kurt!! Das Sheet wurde von Kurt unserem Freund und Traderkollegen entwickelt. Sein Twitterhandle ist "@vontrading" Thanks Kurt - awesome!

Starkes Signalpattern im Öl-Future

wie ich schon auf intelligent-trading.com gepostet habe findet sich in letzter Zeit ein häufiges, gut handelbares Pattern - gerade im Ölmarkt wieder. Wie in unserem Buch auf beschrieben ein simples ABC Pattern unter Berücksichtigung von Hochs und Tiefs sowie der "Stärke" der vorhergehenden Kursbewegung. Nachteil: Der Trader muss schnell in der Execution sein da die (Gegen-)Bewegung unmittelbar und heftig verläuft. Ein Stopp MUSS unbedingt unter dem letzten, tiefsten Tief liegen! Hier ein Screenshot von Freitag: Auffällig waren auch die großen Blockorders am Freitag in der zweiten Hälfte des Handelstages....

Wo ist das Top???? Mit Momentumindikatoren Trendschwäche entlarven.

Wo ist das Top? Der Markt auf Crack dank Ben und QE .Charttechnik und Momentum "It's incredible how strong market is", "@daytrading__de dude this markets is almost impossible to short. you have to take your profits right away. it's so annoying". So und ähnlich verlaufen seit wenigen Tagen unsere kurzen Chats mit befreundeten Traderkollegen aus den USA. Wichtigste Tradingregel: Top- und Bottomfishing lohnt nicht! Trotzdem reiben wir uns regelmäßig die Augen wenn bei der Marktvorbereitung der S&P Future schon wieder neue Hochs ausgebildet hat und wichtige Technische Levels problemlos durchschritten werden. "The market climbs a wall of worry". von Sorgen allerdings kaum eine Spur. Die Rally scheint fundamental entkoppelt denkt man nur an die desolate Haushaltslage der USA, den Arbeitsmarkt, Inflation usw. Doch die Unternehmen verdienen gutes Geld und an der Börse zählt nur eines: Die Zukunft. Und diese Zukunft scheint für die Anleger rosig. Fakt ist allerdings auch, dass uns aus der Erfahrung mittlerweile mit jedem mittelfristigen Longtrade ein ungutes Gefühl einer möglichen Marktkorrektur einhergeht. Gut - als Daytrader tangiert uns das herzlich wenig doch wollen natürlich auch wir die ein- oder andere Position mit über die Nacht nehmen. Gebannt schauen wir daher nach Warnsignalen für eine mögliche Trendumkehr oder zumindest ein temporäres Ende des Aufwärtstrends der letzten Monate wenn es darum geht bei Trades "die Hände vom Steuer zu nehmen" (vgl. Daytrading). Wie kann ich als Trader das Momentum einer Rally bewerten? Momentumindikatoren eignen sich besonders für die Bewertung von Preisbewegungen. Wendet man diese dazu noch auf großen Zeitebenen an, lässt sich die "Gesundheit" eines Trends gut bewerten. Nutzen lassen sich hier z.B. "Momentum" oder "Rate of Change". Aus Investopedia: Rate of Change bewertet 2 Variablen gegeneinander. In der Standardeinstellung den letzten Closingpreis (Y) sowie den Closingpreis von vor x Tagen (Yx) (Perioden) in folgender Berechnung: Rate of Change = 100 (Y/Yx). So ergibt sich eine "Qualität" der letzten Preisbewegung die alleine wenig aussagt in Kombination und besonders im Verhältnis zur Preisentwicklung allerdings umso wertvoller ist. So lassen sich über Divergenzen (bullish/bearish) praktische nutzbare Informationen erschließen: Bildet der Preis ein neues Hoch welches von einem Momentum-Indikator nicht besätigt wird so sprechen wir von einer "bearishen Divergenz". Eine "bullische Divergenz" beschreibt das Gegenteil. Schön zu sehen im SPY-Chart (Wochenchart s.o.) Wo stehen wir heute? Wer unser Buch (Daytrading. Schnell, schneller Scalping) gelesen hat, erkennt im Kapitel über Handelsstrategien schnell unsere Vorliebe für Oszillatoren wie den RSI und seine Verwendung als Momentumindikator. Wir gehen nun noch einen Schritt weiter und suchen nach Divergenzen zwischen Preis, ROC und RSI um Signale noch besser zu filtern. Am Monatschart des SPY erkennt man so deutliche "Action-Zonen" in denen es für Swingtrader spannend wird. kombiniert mit simpler Technischer Analyse lassen sich so vielversprechende Tradingsetups finden und Swingtrading-Einstiegen präzesieren. Fazit: So wie es aussieht wird diese Rally noch anhalten. Das 61.8% Retracement wurde deutlich überschritten und der Weg zur nächsten, wichtigen Chartmarke ist frei. Die befindet sich allerdings erst bei ca. 143 (und dann bei 155).