Indikatoren

Wo ist das Top???? Mit Momentumindikatoren Trendschwäche entlarven.

Wo ist das Top? Der Markt auf Crack dank Ben und QE .Charttechnik und Momentum "It's incredible how strong market is", "@daytrading__de dude this markets is almost impossible to short. you have to take your profits right away. it's so annoying". So und ähnlich verlaufen seit wenigen Tagen unsere kurzen Chats mit befreundeten Traderkollegen aus den USA. Wichtigste Tradingregel: Top- und Bottomfishing lohnt nicht! Trotzdem reiben wir uns regelmäßig die Augen wenn bei der Marktvorbereitung der S&P Future schon wieder neue Hochs ausgebildet hat und wichtige Technische Levels problemlos durchschritten werden. "The market climbs a wall of worry". von Sorgen allerdings kaum eine Spur. Die Rally scheint fundamental entkoppelt denkt man nur an die desolate Haushaltslage der USA, den Arbeitsmarkt, Inflation usw. Doch die Unternehmen verdienen gutes Geld und an der Börse zählt nur eines: Die Zukunft. Und diese Zukunft scheint für die Anleger rosig. Fakt ist allerdings auch, dass uns aus der Erfahrung mittlerweile mit jedem mittelfristigen Longtrade ein ungutes Gefühl einer möglichen Marktkorrektur einhergeht. Gut - als Daytrader tangiert uns das herzlich wenig doch wollen natürlich auch wir die ein- oder andere Position mit über die Nacht nehmen. Gebannt schauen wir daher nach Warnsignalen für eine mögliche Trendumkehr oder zumindest ein temporäres Ende des Aufwärtstrends der letzten Monate wenn es darum geht bei Trades "die Hände vom Steuer zu nehmen" (vgl. Daytrading). Wie kann ich als Trader das Momentum einer Rally bewerten? Momentumindikatoren eignen sich besonders für die Bewertung von Preisbewegungen. Wendet man diese dazu noch auf großen Zeitebenen an, lässt sich die "Gesundheit" eines Trends gut bewerten. Nutzen lassen sich hier z.B. "Momentum" oder "Rate of Change". Aus Investopedia: Rate of Change bewertet 2 Variablen gegeneinander. In der Standardeinstellung den letzten Closingpreis (Y) sowie den Closingpreis von vor x Tagen (Yx) (Perioden) in folgender Berechnung: Rate of Change = 100 (Y/Yx). So ergibt sich eine "Qualität" der letzten Preisbewegung die alleine wenig aussagt in Kombination und besonders im Verhältnis zur Preisentwicklung allerdings umso wertvoller ist. So lassen sich über Divergenzen (bullish/bearish) praktische nutzbare Informationen erschließen: Bildet der Preis ein neues Hoch welches von einem Momentum-Indikator nicht besätigt wird so sprechen wir von einer "bearishen Divergenz". Eine "bullische Divergenz" beschreibt das Gegenteil. Schön zu sehen im SPY-Chart (Wochenchart s.o.) Wo stehen wir heute? Wer unser Buch (Daytrading. Schnell, schneller Scalping) gelesen hat, erkennt im Kapitel über Handelsstrategien schnell unsere Vorliebe für Oszillatoren wie den RSI und seine Verwendung als Momentumindikator. Wir gehen nun noch einen Schritt weiter und suchen nach Divergenzen zwischen Preis, ROC und RSI um Signale noch besser zu filtern. Am Monatschart des SPY erkennt man so deutliche "Action-Zonen" in denen es für Swingtrader spannend wird. kombiniert mit simpler Technischer Analyse lassen sich so vielversprechende Tradingsetups finden und Swingtrading-Einstiegen präzesieren. Fazit: So wie es aussieht wird diese Rally noch anhalten. Das 61.8% Retracement wurde deutlich überschritten und der Weg zur nächsten, wichtigen Chartmarke ist frei. Die befindet sich allerdings erst bei ca. 143 (und dann bei 155).

Gold-Rally vor dem Ende?

Ein interessantes Chartbild bietet uns der Gold Future ($GC_F) oder der entsprechende ETF $GLD. Gestern haben wir noch über Korrelationen gesprochen und jetzt sieht es fast so aus als würde sich die Korrelation von "Gesamtmarkt" (Aktienmarkt) und Gold auflösen. In den letzten 2 Tagen partizipierte Gold nicht wie vorher von der Rally in den Equities. In der Tat sehen wir am Tageschart erste Warnsginale" für die Bullen: Das Momentum der Aufwärtsbewegungen (Wellen) nimmt ab! EIn Indikator um das zu messen ist der "Rate of Change" Indikator. In kombination mit Technischer Analyse á la Trendkanälen etc. ein mächtiges Tool (leider kein gutes timing-Instrument...) um das "Ende" von übergeordneten Bewegungen zu messen. Schulter Kopf-Schulter Formation Aufwärtstrendbruch Equity-Korrelation wird kleiner. Ich bin gespannt wann wir eine größere Korrektur im Gold sehen werden....Zeit wird es ja mal...! $GLD vs. $SPY - Korrelation:

Ichimoku Kinko Hyo – Teil 2 Kumo-Breakouts

Im ersten Teil dieser Artikelserie habe ich den Indikator Ichimoku Kinko Hyo und dessen einzelnen Bestandteile vorgestellt. Nun möchte ich die unterschiedlichen Varianten der Signalgenerierung präsentieren. Kumo-Breakout (Preisausbruch Kumo-Wolke) Die einfachste Signale erhält man durch die Kumo-Breakouts, diese Signale sind geschaffen für Trendfolger und Positionstrader, die Signalgenerierung kann theoretisch auf allen Zeitebenen angewandt werden, wird von mir persönlich überwiegend in höheren Zeitrahmen gehandelt (4h, daily, weekly). Entry: Ein Einstieg ergibt sich wenn der Preis (Close) über oder unter einer Wolke schließt, zu beachten ist hier jedoch die Dicke einer Wolke und die Richtung aufwärts/abwärts. Die Wolke zeigt den Kursverlauf (Priceaction), entsteht ein Ausbruch durch eine dicke und aufwärtsgerichtete Wolke, gilt dies als ein starkes Ausbrauchssignal. Zur Signalbestätigung kann der Chikou Span benutzt werden, liegt dieser auch über der Wolke und dem vergangen Preis so wird die Trendbewegung bestätigt. Wichtig ist auch der Fokus auf Flache Wolkenböden und -hochs, denn diese ziehen den Preis häufig an. Stop-Loss-Plazierung: Der Initial-Stop wird bei einem Ausbruch unterhalb der Wolke mit wenigen Punkten Abstand platziert, der Stop-Loss wird an der Kijun Sen-Linie (blau) bei flachen Stellen nachgezogen oder kann bei Candlestick-Muster wie z.B. bei Dojis auf das Hoch bzw. Tief gesetzt werden, je nach Trendrichtung. Die Stop-Variante muss jeder Trader für sich selbst finden. Take-Profit-Ziele: Das Signal eines Kumo-Breakouts kann auch koservativ mit einer fixen Take-Profit-Order gehandelt werden, jedoch entspricht diese Vorgehensweise nicht dem eigentlichen Sinn und dem allgemeinen Verständnis des Ichimoku Indikators. Genau hier liegen eigentlich die Stärken, denn der Trade wird so lange gehalten bis der Trend bricht bzw. in einem Seitwärtsmarkt läuft und die Stop-Order auslöst. Beispielchart: Der Beispielchart, zeigt eine solche Signalgenerierung eines Kumo-Breakouts, die Wolke wurde am 16.09.2010 gebrochen der Schlusskurs liegt bei 1,3073 und der Stop-Loss wird zum Zeitpunkt des Bruchs unter der Wolke bei 1,2721 platziert. Der Long-Einstieg findet beim Schlusskurs vom 16.09 per Marketorder oder über eine Limitorder am nächsten Tag statt. Der Bruch wird zusätzlich noch durch den Chikou-Span bestätigt. Der Stop-Loss wurde zweimal wie im Chart eingezeichnet knapp unter die rote Tenkan Sen-Linie nach Doji-Kerzen nachgezogen. Bei der SL-Platzierung hätte auch die blaue Kijun-Sen-Linie wie oben beschrieben benutzt werden können. Kumo-Screener Für alle die diese Kumo-Breakouts handeln möchten, habe ich einen ProScreener-Code für prorealtime von Asher dem Blogger von ichi360.com zur Verfügung gestellt bekommen. Dieser Screener zeigt alle Werte an die sich aktuell in einer Wolke befinden. p1 = 9 p2 = 26 p3 = 52 p4 = 26 REM Tenkan-Sen = (Highest High + Lowest Low) / 2, for the past 9 days Upper1 = HIGHEST[p1](HIGH[1]) Lower1 = LOWEST[p1](LOW[1]) Tenkan = (Upper1 + Lower1) / 2 REM Kijun-Sen = (Highest High + Lowest Low) / 2, for the past 26 days Upper2 = HIGHEST[p2](HIGH[1]) Lower2 = LOWEST[p2](LOW[1]) Kijun = (Upper2 + Lower2) / 2 REM Senkou Span A = (Tenkan + Kijun) / 2, plotted 26 days ahead of today SpanA = (Tenkan[p4] + Kijun[p4]) / 2 REM Senkou Span B = (Highest High + Lowest Low) / 2, for the past 52 days, plotted 26 days ahead of today SpanB = ((HIGHEST[p3](HIGH[p4])) + LOWEST[p3](LOW[p4])) / 2 c1 = (Close > SpanA and Close < SpanB) OR (Close < SpanA and Close > SpanB) screener[c1] Die Werte können auch auf die favorisierten Einstellungswerte konfiguriert werden, wie bei meinen Einstellungen würden die Werte wie folgt aussehen: "p1 = 7, p2 & p4 = 22, p3 = 44". In den weiteren Teilen der Artikelserie möchte ich noch weitere Signalgenerierung vorstellen wie z.B. TS/KS-Cross (Kreuzen der Signallinien) und Chikou-Span-Cross.

Ichimoku Kinko Hyo

Hallo liebe Community, in den kommenden Wochen möchte ich euch in einer kleinen Artikelserie den Indikator Ichimoku Kinko Hyo vorstellen, der von dem Japaner Goichi Hosoda entwickelt wurde. Der Indikator eignet sich vor allem für trendfolgende Handelsansätze und ist im Währungshandel (Forex) weit verbreitet, lässt sich jedoch auch auf alle anderen Märkte wie Rohstoffe, Futures und Aktienwerten anwenden. Der Indikator ist in seinen einzelnen Bestandteilen ein sehr simples Konstrukt, das ausschließlich auf den aktuellen Marktpreis basiert und durch seine Visualisierung als einfaches diskretionäres Handelssystem verwendet werden kann. Im Folgenden werden die einzelnen Bestandteile erklärt, wobei die Standardeinstellungen angepasst sind, da die Standardwerte ursprüglich auf eine Handelswoche von sechs Tagen entwickelt wurden. Die Bestandteile des Ichimoku Kinko Hyo Tenkan Sen (Drehende Linie) Ein Gleitender Durchschnitt auf 7 Perioden berechnet. Kijun Sen (Standard Linie) Ein Gleitender Durchschnitt auf 22 Perioden berechnet. Chikou Span (Verzögerte Linie) Der aktuelle Kurs nur um 22 Perioden in die Vergangenheit verschoben. Kumo (Wolke) Sie entsteht aus Senkou Span A und Senkou Span B. Senkou Span A Die erste vorauseilende Linie ist der Mittelwert aus Tenkan Sen und Kijun Sen, der 22 Perioden in die Zukunft projiziert wird. Senkou Span B Die zweite vorauseilende Linie ist der Mittelwert der Höchst- und Tiefstkursen der letzten 44 Perioden, wieder 22 Perioden in die Zukunft projiziert. Die oben genannten Einstellungen werden von mir favorisiert, können aber natürlich individuell angepasst werden. Interpretation des Indikators Kumo Wolke Befindet sich der Kurs oberhalb der Kumo Wolke wird davon ausgegangen, dass momentan ein Aufwärtstrend vorherrscht. Umgekehrt liegt ein Abwärtstrend vor, wenn der Kurs unter der Wolke notiert. Außerdem zeigt uns die Wolke wichtige Unterstützungen und Widerstände an. Vor allem gilt dies, wenn die Senkou Span Linien horizontal verlaufen. Auch die Stärke der Wolke muss beachtet werden, denn um so dicker die Wolke ist, um so schwerer fällt es dem Kurs die Kumo zu durchbrechen. Die Wolke kann auch vor einer Trendumkehr warnen, indem sie sich dreht. Daher sollte man die Wolke immer beobachten. Wird sie immer dünner könnte der Trend in naher Zeit drehen. Chikou Span Der Chikou Span wird zusätzlich als Bestätigung verwendet (siehe Chart). Liegt der Chikou Span über dem Kurs (= aktueller Kurs befindet sich über dem Kurs von vor 22 Perioden), dann bestätigt das einen bullischen Trend. Vica versa für den Abwärtstrend. Tenkan Sen und Kijun Sen Im kommenden Artikel möchte ich den Ichimoku, die Interpretation und die Signalgenerierung ausführlicher erläutern wie z.B. den Tenkan Sen/Kijun Sen Cross und die mögliche Entrys und Exits anhand des Indikators mit Stoppsetzungen und Take Profit-Zielen.

Wie analysiert man die Wirtschaftslage von China in 5 Sekunden? Der Daytrading.de Indikator

China ist am besten Weg die neue Wirtschaftsmacht im 21 Jahrhundert zu werden und für Investoren ist es wichtig zu wissen wie es China wirtschaftlich geht. Das Problem ist, dass es schwierig ist korrekte Daten über die ökonomische Lage zu bekommen. Hinzu kommt, dass manche aus den eventuell verfälschten Daten eine gute Entwicklung,  manche einen Schlechte ablesen. Wer hat es schon einmal erlebt, dass man 10 verschiedene Meinungen von Analysten über die Wirtschaftsdaten zu einem Thema am selben Tag liest? Ich kenne dieses Phänomen nur allzu gut. Wie kann man aber schnell, effektiv und einfach ein wahres Bild des Marktes bekommen? Die Lösung bringt die Daytrading.de 5 Sekunden China Wirtschaftsanalyse: DER KUPFERPREIS Kupfer ist fast in allen Produkten die China in größeren mengen produziert enthalten und wenn China wenig produziert, hat das zur Folge, dass die Kupfer Nachfrage sinkt und damit auch kurz über lang die Kupferpreise. Steigen die Kupferpreise (so wie in den letzen Monaten) dann heißt das, dass China auf dem Weg der Besserung ist oder China glaubt, dass die Nachfrage mittelfristig wieder steigen wird und deswegen heute zu günstigen Preisen seine Lager auffüllt. Der Indikator ist als ungefährer Richtwert zu verwenden, da man ja nicht weiß ob China mit seinen Einschätzungen zum Lager Ab/Aufbau richtig liegt. Good Investing Valentin Rossiwall