Unsere Welt verändert sich in Zyklen. Winter, Frühling, Sommer, Herbst. Und so ist das auch an der Börse. Es ist noch Niemandem der Himmel auf den Kopf gefallen und ich glaube es wird auch diesmal wieder so sein. Es war schon zu oft so, dass die Wende genau dann kommt wenn die Medien nur mehr voll von Horrormeldungen sind. Menschen sind von Emotionen getrieben und handeln oft nicht rational und darum gibt es an der Börse Über und Untertreibungen die der kluge Investor nutzen kann. Wenn die dümmste Person über die Krise spricht, dann ist der Boden nahe… In diesem Zusammenhang rufe ich den Bildzeitungsindikator in Erinnerung: Der Bildzeitungsindikator ist ein von Börsenspekulanten verwendeter, umgangssprachlicher Begriff. Er bezeichnet ein marktpsychologisches Signal, das auf das baldige Eintreten einer Trendwende des Aktienmarktes hinweisen und den möglichen Beginn einer Baisse einläuten soll. Der Name spielt auf die Veröffentlichungen reißerischer Schlagzeilen auf den Titelblättern der Boulevardpresse während der Endphase einer Spekulationsblase an, die große Gewinnmöglichkeiten am Finanzmarkt versprechen und das Herdenverhalten unter den Anlegern verstärken. Im ersten Quartal 2000 druckte die Boulevardpresse (darunter die BILD) Schlagzeilen auf ihren Titelseiten über die Goldgräberstimmung am Neuen Markt, nachdem die Kurse schon in den vorangegangenen Monaten mehrmals Höchststände erreicht hatten. Dies ermutigte viele Kleinsparer, die noch nie zuvor Aktien gekauft hatten, in euphorischer Erwartung weiterer Kursgewinne Geld spekulativ an der Börse zu investieren und Aktien unter anderem vom Neuen Markt zu kaufen. Schon kurz darauf, im März 2000, begann eine drei Jahre andauernde Talfahrt der Börse, in der viele Kleinanleger, die erst in den letzten Monaten auf den Zug aufgesprungen waren, ihre Ersparnisse verloren. Die Kurse vieler zuvor von der Presse angepriesener Aktien fielen um mehr als 90 %. Ein ähnliches, wenn auch heute weniger bekanntes Schlagwort ist der Tagesschau-Indikator, der die Endphase des großen Goldpreisanstiegs Ende der 1970er Jahre beschreibt. Wiederholte Berichte über die neuesten Verteuerungen des Goldes in der Tagesschau veranlassten viele Kleinanleger in den Monaten Dezember 1979 und Januar 1980, einen Teil ihres Sparvermögens in physisches Gold zu tauschen, in der Hoffnung, am weiteren Preisanstieg zu partizipieren. Am 21. Januar 1980 erreichte der Goldpreis bei 850 Dollar seinen Höchstkurs und eine 20-jährige Gold-Baisse begann. Bitte seht euch folgende Graphiken an und überlegt ob ihr findet, dass diese Werte nach einer baldigen Korrektur schreien.
Hier sehen wir den Chart des Öl-Future im Endloskontrakt. Quizfrage: Ist Öl teuer oder billig?Antwort: billig! Nächste Quizfrage: lohnt sich gerade ein Einstieg?Antwort: müdes Lächeln Warum? Wir sehen Öl nach dem Ausbruch aus der Tradingrange Anfang Mai 09 - nichtmal 2 Wochen her.... Wir hatten eine volatile Bodenbildung mit einigen super Tradesetups. Hätte ich direkt diesen Chart vor Augen gehabt hätte ich noch relaxter getradet...aber was solls zu spät ist es nicht! Jetzt stellen wir uns mal gegen die Prognose von Harald Weygand der auf dem Düsseldorfer Börsentag behauptet hat, das Öl in naher Zukunft bei 10$/ Barrel stehen wird....Ich finde der Chart sagt uns gerade etwas anderes! Und wenn man unserem Freund Jim Rogers Glauben schenken darf, steht uns das Jahrzent der Commodities bevor! Seiner Analyse nach fällt die Ölproduktion momentan mit ca. 7% / Jahr - das bedeutet das uns in ca. 15 Jahren faktisch kein Öl mehr zur Verfügung stehen wird. Die Mathematik kann jeder selbst zu Ende bringen: Angebot und Nachfrage drohen völlig zu zerbröseln! Fundamental ist das Blödsinn - selbst wenn morgen die Brennstoffzelle serienreif ist! Da hilft keine Abwrackprämie, keine Subvention: Öl braucht jede große Volkswirtschaft - erst recht wenn die BIPs/GPAs wieder anspringen . so wie es die großen Analysten für Ende 2009 prognostizieren! Gerade habe ich mit Valentin unser wöchentliches Tradingupdate gemacht: wir telefonieren regelmäßig und gehen Trades sowie Tradevorstellungen durch, gleichen unsere Positionen ab und holen eine zweite Meinung ein. Hier haben wir ausführlich über die deutliche Unterbewertung von Öl gesprochen und einige Titel (ETCs/ETFs/"Ölaktien", Futures) analysiert. Valentin wird sich in Zukunft als Experte um Investments und die Commodity-Sparte auf daytrading.de kümmern - mehr dazu später! Zurück zum Öl: Trading und Handelsausblick: Kurzfristig sehen wir Potential für ein Pullback bis ca 55-54$ (Support) Anschließend könnten wir schnell neue Hochs sehen! Vielleicht die letzte Einstiegmöglichkeit vor der Bestätigung des Ausbruchs. Man bekommt beim Trading nur selten eine zweite Chance - doch das könnte nochmal eine sein.... Wir positionieren uns entsprechend. Jim Rogers: Alle englischsprachigen Leser bekommen hier einen Leckerbissen - Jim Rogers zum Thema im Interview mit Bloomberg TV:
Meine erste Analyse habe ich gestern gepostet - heute schaue ich mir alles nochmal genau an und finde Bestätigung für das Signal welches mein Handelsystem liefert: Long! Warum? Nach dern Tiefs stoppt der Abwärtstrend erstmal mit einem Doji - Unsicherheit der Marktteilnehmer! Anschließnd geht es bereits etwas aufwärts - unterstützt wird das Ganze von einer Bullishen Divergenz im Stundenchart - ein Longsignal! Daher lege ich mir Order beo 1.30515 und 1.30615 ins System mit jeweis 35 Pip-Stopp. Um 22 Uhr wissen wir mehr....