In den nachfolgenden Bildern sieht man einen Trade im Dax Future (FDAX) der rund 1/3 der bisherigen Tagesgewinne gekostet hat. im Nachhinein kann man von einem Spike / Shakeout sprechen...im Trade selbst allerdings muss man hinnehmen was passiert. Im besten Falle Verluste schnell realisieren...der FDAX ist ein teurere Instrument. diese kleine Kerze (roter Kreis) produziert knappe 500€ Verlust in wenigen Sekunden...als Futures-Trader muss man sich dieser Tatsache bewusst sein und entsprechend agieren.
weiterlesen...Lange angekündigt, aber schon wieder vorbei: Die World of Trading 2010 in Frankfurt. Angesichts meinen Plänen, ernsthaft mit dem Trading zu beginnen war das für mich natürlich eine willkommene Veranstaltung, um ein paar interessante Gespräche zu finden. Das Seminar am Samstag nachmittag von Philipp und Valentin ("Scalping: mit schnellen Profiten zum Erfolg") wollte ich mir ebenfalls anschauen. Ich war gespannt, wie ich mit der Materie klarkomme, da ich vom Thema Daytrading bis jetzt noch kaum einen Schimmer habe. Trotz meiner teilweisen Ahnungslosigkeit möchte ich hier eine kleines Review veröffentlichen. Falls jemand ebenfalls eines der Seminare gesehen hat, kann er sehr gerne seinen Senf dazu geben! Los gehts! Angefangen hat das Seminar mit "Tools & Tactics" - einem Einblick in die Instrumente, Broker, Software und Internetseiten, die die Beiden regelmäßig benutzen. Dadurch konnte man seinen Horizont erweitern und gegebenenfalls bei seiner täglichen Arbeit Zeit sparen. In puncto Screening betonten die beiden, dass Finviz.com hier eine zentrale Rolle spielt. Insbesondere beim Thema Instrumente wurde auf die bekannte Frage "CFDs oder Future/Aktien" eingegangen und Vor- und Nachteile herausgearbeitet. Es stellte sich heraus, das CFDs wegen nicht 100%iger Transparenz (versteckte Kosten) nicht immer die beste Wahl sind. Gerade für kleine Konten und zum Erlernen des Tradings sind CFDs auf Futures und Indizes (hier sind die Kosten geringer) eine sehr gute Wahl. Die "Daytrader-Routine" war das nächste Kapitel, dass einige Einblicke, Regeln und Tipps in den Handelstag von Philipp und Valentin zeigte. Beispielsweise werden Aktien mit niedrigem Volumen oder Penny-Stocks (Aktienpreis unter 5$) beim Scalping vermieden oder nur Aktien / Futures gehandelt an Handelstag auf Grund von Nachrichten o.ä. größere Bewegungen erwarten lassen. Nachdem drei Scalping-Strategien vorgestellt wurden, die sich teils aber auch für höhere Zeitebenen eignen, zeigten die Referenten einen Überblick über ihre wichtigsten Bausteine der Handelsvorbereitung: Fundamentaldaten (auch kurzfristige) Technische Analyse Tapereading Auf den vierten Baustein "Tapereading" wurde sehr ausführlich eingegangen. Tapereading bedeutet im Prinzip die Analyse des Orderbuches / Orderflows, insbesondere an markanten technischen Levels. Im Orderbuch sind alle Kauf- und Verkaufsoders der Marktteilnehmer zu sehen. Das ganze verläuft sehr, sehr schnell, aber mit Trainig sei es eine außerordentliche Hilfe. Eine Videoaufnahme am Beispiel des Aktienkurses von Research in Motion (Symbol: RIMM) verdeutlichte das auf beeindruckende Weise. Unterm Strich kann man mit Tapereading seine Stop-Loss-Absicherungen sehr nah an den Entry legen und bekommt dementsprechend hervorragende CRVs (Chance-Risiko-Verhältnisse) von z.B. 20:1 im Intradayhandel. Die Herangehensweise nach dieser Art ("Orderflowanalyse") ist weitgehend unbekannt und kam deshalb besonders gut an. Es war spannend zu sehen, wie man mit HIlfe der Technik der Beiden eine Aktie die eigentlich 58$ kostet intraday mit einem 2-Cent-Stop traden kann. Persönliches Fazit: Für mich als Anfänger was das Seminar teilweise schwer zu verstehen, etwas anderes habe ich aber ehrlich gesagt nicht erwartet, da das Seminar nicht auf blutige Daytrading-Anfänger ausgelegt war. Trotzdem war es mir möglich, einen groben Überblick zu erlangen und erste wichtige Regeln zu erlernen. Somit habe ich einige Anhaltspunkte, an denen ich beim Lernen Anknüpfen kann. Ich habe wieder gesehen, dass profitables Trading harte Arbeit ist, aber das es Spaß machen kann und vor allem möglich ist.Ich denke, auch für eingefleischte Scalper war die ein oder andere interessante Information dabei, die einen Mehrwert bieten. Die Reaktionen waren sehr positiv. Gut gefallen hat mir auch die Fragerunde nach dem Seminar, was sonst nicht üblich war. Im Gespräch mit anderen Besuchern wurde schnell deutlich dass viele das Seminar als das Beste der WOT gekührt haben und es war im Anschluss an die Veranstaltung geradezu schwierig an die Beiden heranzutreten weil alle Leute Ihr Buch signiert haben wollten.... Damit ich mich ins Daytraden Stück für Stück einarbeiten kann, werde ich morgen meine erste "Hausaufgabe" von Philipp veröffentlichen ;-) Bis dahin! Viele Grüße, Turtle2010
Erscheinungstermin: November 2010 (pünktlich zur WoT) ca. 190 Seiten Praxiswissen Cover: Inhalt: